Krankenkassen

DAK Gesundheit macht sich hübsch

Die neue DAK Gesundheit rüstet sich zum Wettbewerb: Kein Zusatzbeitrag, hunderte Servicestellen und mit BKK-Beratung. Damit will sie bei den Versicherten punkten.

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DAK-Gebäude in Hamburg: Aus DAK, BKK Gesundheit und BKK Axel Springer wird die neue DAK Gesundheit - ohne die bisherigen Zusatzbeiträge.

DAK-Gebäude in Hamburg: Aus DAK, BKK Gesundheit und BKK Axel Springer wird die neue DAK Gesundheit - ohne die bisherigen Zusatzbeiträge.

© dpa

BERLIN (sun). Anfang 2012 wird aus der Deutschen Angestellten Krankenkasse, der BKK Gesundheit und der BKK Axel Springer die DAK Gesundheit. Die neue Krankenkasse mit Sitz in Hamburg wird mit 6,6 Millionen Versicherten - nach der Barmer GEK und der Techniker Krankenkasse - die drittgrößte gesetzliche Krankenkasse sein.

Der neue Vorstand werde erst Anfang Januar gewählt, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher in Berlin. Mit großer Wahrscheinlichkeit werde er Vorstandsvorsitzender der neuen DAK Gesundheit. Sein bisheriger Vize Claus Moldenhauer behalte vermutlich seinen Posten.

Neu hinzu käme Thomas Bodmer, der bisher mit Udo Sennlaub den Vorstand der BKK Gesundheit bildet: Er werde in den Vorstand der DAK-Gesundheit aufrücken. Die BKK Axel Springer mit derzeit lediglich etwa 10.000 Mitgliedern wird nicht im Vorstand vertreten sein.

Service und Beratung im Fokus

Die drei Kassen wollen mit der Fusion, die "Vorteile der beiden Geschäftsmodelle" verknüpfen - und zwar einen flächendeckenden Service und der betriebsbezogenen Beratung der BKKen, so Rebscher. Schließlich sei die DAK Gesundheit künftig in bundesweit 850 Servicezentren präsent und zugleich in vielen großen Unternehmen verankert.

Derzeit erheben noch alle drei Kassen einen Zusatzbeitrag von acht Euro. Damit soll aber bis zum 1. April 2012 Schluss sein. "Damit es keine Missverständnisse gibt: Das haben wir bereits ausgiebig mit der Kassenaufsicht besprochen", so Rebscher.

Der Haushalt der neuen Kasse könne allerdings erst Anfang 2012 eingereicht werden. Die neue DAK Gesundheit erwarte aber Überschüsse von etwa 350 Millionen Euro für 2011.

Zunächst war eine Fusion mit der BKK Gesundheit gescheitert. Noch im Juli 2010 hatten die Gremien der BKK Gesundheit der DAK einen Korb gegeben. Man wolle an der Eigenständigkeit festhalten, hieß es damals, ehe es doch zur Fusion kam.

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