Hormontherapie

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie gründet AG Transgendermedizin

Die neue Arbeitsgemeinschaft Transgendermedizin der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) soll für mehr Sicherheit und Qualität der Behandlung sorgen. Die AG ist fachübergreifend angelegt, um die medizinische Betreuung zu verbessern und die Forschung voranzutreiben.

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Altdorf. Angesichts der steigenden Nachfrage nach geschlechtsangleichenden Hormontherapien hat die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie e. V. (DGE) die Arbeitsgemeinschaft Transgendermedizin ins Leben gerufen, wie es in einer Pressemitteilung der DGE heißt.

Ziel des fachübergreifend angelegten Verbunds sei es, die Versorgung in diesem Gebiet auf eine fundierte wissenschaftliche Basis zu stellen, um dadurch Patientinnen und Patienten langfristig besser medizinisch betreuen zu können.

Fachübergreifende Zusammensetzung der neuen AG

Die AG ist fachübergreifend angelegt. So gehören dem Gremium neben Endokrinologen auch Vertreter der Fachdisziplinen Pädiatrie, der gynäkologischen Endokrinologie, Psychotherapie und der Urologie an. Denn die Betroffenen durchlaufen einen jahrelangen Prozess, heißt es in der Mitteilung.

Er beginne mit der Diagnose und Indikation für eine geschlechtsangleichende Hormontherapie durch Psychotherapeutinnen und -therapeuten. Anschließend begleiten Endokrinologen und Vertreter weiterer Fachdisziplinen die Patientinnen und Patienten, oft über Jahrzehnte und auch über geschlechtsangleichende Operationen hinaus.

Prof. Jörg Bojunga, Leiter des Schwerpunkts Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin am Universitätsklinikum Frankfurt und Mitinitiator der AG Transgendermedizin, betont: „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit ist entscheidend, um die medizinische Betreuung von Transgender-Personen zu verbessern und die Forschung auf diesem Gebiet voranzutreiben.“

Die AG möchte Empfehlungen zur Form und Frequenz der psychotherapeutischen Begleitung der Betroffenen sowie zur Form und zum Inhalt der Indikationsschreiben formulieren. Weitere Ziele seien die Etablierung eines Registers sowie die Koordination und Vernetzung von Forschungsvorhaben und Studien. (eb)

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