Universitätsmedizin

DGIM in großer Sorge

Dauerbaustelle Universitätsmedizin: Auch wenn Union und SPD die Finanzprobleme in ihrem Koalitionsvertrag zum Thema gemacht haben: Die DGIM fordert schnelles Handeln.

Veröffentlicht:
Forschung an der Uni Köln.

Forschung an der Uni Köln.

© CECAD, Universität zu Köln

WIESBADEN. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin hat beim Internistenkongress erneut mit Nachdruck klargestellt, dass eine adäquate medizinische Versorgung der Bevölkerung in Zukunft nur gewährleistet werden kann, wenn alle drei Bereiche der Universitätsmedizin - Forschung, Lehre und Krankenversorgung - auch ausreichend finanziert sind.

In seiner Eröffnungsrede zum Internistenkongress, die der "Ärzte Zeitung" vorlag, forderte Kongresspräsident Professor Michael Manns faire Rahmenbedingungen. Es könne nicht länger angehen, dass die Krankenversorgung in der Universitätsmedizin von vornherein ein strukturelles Defizit aufweise.

Manns würdigte die Tatsache, dass die strukturelle Unterfinanzierung der Unimedizin zumindest als Problemfeld in den Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung aufgenommen worden sei. Der Vertrag von Schwarz-Rot sieht vor, dass die besonderen Aufgaben der Universitätskliniken und der Krankenhäuser der Maximalversorgung besser im DRG-System vergütet werden sollen.

Dennoch mahnte der Kongresspräsident Handlungsbedarf an: "Wenn die aktuelle Entwicklung anhält - über 50 Prozent der Unikliniken schreiben rote Zahlen, das Gesamtdefizit aller Universitätskliniken übersteigt 160 Millionen Euro - werden zu viele Kräfte und Energien in der Universitätsmedizin im ökonomischen Überlebenskampf gebunden, die schließlich der Forschung verloren gehen", sagte der Kongresspräsident.

DGIM-Generalsekretär Professor Ulrich R. Fölsch forderte bei einer Pressekonferenz eine dritte Finanzierungssäule für Hochschulkliniken - denkbar als Systemzuschlag auf jeden abzurechnenden Fall. Das Geld dafür könne etwa aus dem Gesundheitsfonds kommen.

Das System der dualen Vergütung durch Länder und Krankenkassen in den Unikliniken sei nicht kostendeckend. Die Unimedizin übernehme neben Forschung und Lehre immer mehr Leistungen in der Krankenversorgung, dieser Mehraufwand werde aber finanziell nicht abgebildet. (fuh)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kommentar

Nina Warken und ihre Vorkoster für das GKV-Sparpaket

Digitale Gesundheitsanwendungen

Elektronische Verordnung für DiGA jetzt freiwillig möglich

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

© Oleh / stock.adobe.com

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Zielgerichtete Interleukin-23p19-Inhibition

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Lilly Deutschland GmbH, Bad Homburg v.d.H.
Abb. 2: ADA und nAb unter AVT05 und Referenz-Golimumab bis Woche 16

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Colitis ulcerosa

Das erste Golimumab-Biosimilar erweitert die Therapieoption bei entzündlichen Erkrankungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann

Lesetipps
Beratung Ärztin und Patientin

© Krakenimages.com / stock.adobe.com

Praktische Tipps

Beratungsfall Patientenverfügung – worauf es ankommt