Epidemie

DRK mahnt mehr Hilfe für Cholera-Opfer an

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OSNABRÜCK. DRK-Präsident Rudolf Seiters hat die internationale Staatengemeinschaft wegen des Cholera-Ausbruchs dringendzu mehr Hilfe für die notleidende Bevölkerung im Jemen und am Horn von Afrika aufgerufen.

"Allein im Jemen hat der Cholera-Ausbruch innerhalb von nur rund fünf Wochen bis jetzt mindestens 974 Tote gefordert. Dazu kommen mehr als 135 000 Verdachtsfälle", sagte Seiters der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Montag.

Täglich kämen rund 5000 neue Fälle hinzu. Rotes Kreuz und Roter Halbmond seien rund um die Uhr im Einsatz. "Doch das reicht bei Weitem nicht aus", so Seiters. Pläne zur Wirtschaftsförderung in Afrika würden zerstört durch Epidemien, Krieg und Dürre.

"Investitionsbereitschaft gegen null"

"Wo die Bevölkerung ums Überleben kämpft, wo Krankheit und Gefahr für Leib und Leben herrschen, dort dürfte jegliche wirtschaftliche Investitionsbereitschaft gegen null gehen", erklärte der DRK-Präsident.

Cholera verursacht starken Durchfall und Erbrechen und ist besonders für Kinder, Alte und Kranke lebensbedrohlich. Die Weltgesundheitsorganisation hatte im Oktober 2016 von ersten Cholera-Fällen im Jemen berichtet.

Viele Menschen haben kaum Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen in dem bitterarmen und von Krieg heimgesuchten Land auf der arabischen Halbinsel.(dpa)

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