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Debatte in England: Leber-Op trotz Alkoholabusus?

LONDON (ast). In Großbritannien sorgen Äußerungen eines Medizin-Ethikers für Schlagzeilen, der anregte, Lebertransplantationen vornehmlich solchen Patienten anzubieten, die nicht übermäßig viel Alkohol trinken.

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Nach Angaben des Londoner Gesundheitsministeriums ist die Zahl der Lebertransplantationen für alkoholtrinkende Patienten in den vergangenen zehn Jahren um 60 Prozent gestiegen. Zugleich warten immer mehr Patienten auf eine Spenderleber, im Dezember 2008 waren es landesweit 325.

Zwischen März 2007 und März 2008 wurden im staatlichen britischen Gesundheitsdienst 623 Lebern oder Leberteile transplantiert. 151 der Spenderorgane gingen an Patienten, deren Alkoholabusus als "gefährlich" eingestuft wurde. Dr. Tony Calland, beim britischen Ärztebund BMA für Ethikfragen zuständig, sagte, Ärzte hätten "das Recht und die Pflicht", zu überlegen, welche Patienten eine Spenderleber erhalten sollten und welche nicht. Die Äußerungen lösten eine neue Ethik-Debatte über die Rationierung von Gesundheitsleistungen aus.

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