Berufspolitik

"Den Klinikärzten geht die Puste nicht aus"

NEU-ISENBURG (akl). Der Marburger Bund will nicht aufgeben: Weil die kommunalen Arbeitgeber in dieser Woche kein neues Angebot gemacht haben, deutet alles darauf hin, dass der Ärztestreik in den kommunalen Kliniken weitergeht.

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Keine Einigung: Der Ausstand geht weiter. © martin / fotolia.com

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Bereits in dieser Woche haben die Ärzte an den Kommunalkliniken mit Streiks und vielen Protesten versucht, die Arbeitgeber zu einer besseren Bezahlung ihrer Tag- und Nachtarbeit zu bewegen. Es gab Aktionen im gesamten Bundesgebiet: In Bremen gingen 500, in Köln 400 und in Koblenz 200 Ärzte auf die Straße.

Auch in Mannheim, Augsburg, Minden und anderen Städten wurde demonstriert. "Wir können auch in der nächsten Woche die Streiks ausweiten, wenn das notwendig werden sollte", sagte der Chef des Marburger Bunds (MB) Rudolf Henke auf der Kundgebung in Köln. Der MB sei weit davon entfernt, dass ihm die Puste ausgehe. Henke deutete erstmals Verhandlungsbereitschaft in Richtung Arbeitgeber an. Eine Tarifeinigung in der Frage der linearen Gehaltserhöhung werde "an der 5 vor dem Komma" nicht scheitern.

Gestern ist der Gruppenausschuss der Vereinigung Kommunaler Arbeitgeber (VKA) zusammen gekommen und hat das Angebot einer Lohnsteigerung von 2,9 Prozent per Beschluss noch einmal bekräftigt. Schwerpunkt zukünftiger Verhandlungen sollten einer bessere Vergütung von Bereitschaftsdiensten und höhere Nachtzuschläge sein, hieß es. „Das heißt für uns, wir eskalieren weiter“, sagte Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes. Gestreikt werde in 250 bis 300 Kliniken. Geplant ist am 7. Juni eine Kundgebung in Frankfurt am Main, zu der Ärzte aus dem gesamten Bundesgebiet erwartet werden. Bis dahin finden weiter "dezentrale" Protestaktionen statt.

Wo gestreikt wird, zeigen wir auf unserem aktuellen Streikatlas

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