Berufspolitik

Depressionen bei Jugendlichen schnell behandeln!

Veröffentlicht:

WEIMAR (ras). Depressionen bei Jugendlichen oder Adoleszenten sollten möglichst frühzeitig behandelt werden. Ansonsten steigt das Risiko stark, dass sie sich in späteren Jahren manifestieren.

Darauf hat Melanie Rudovsky von der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Jena beim Kongress für Jugendmedizin in Weimar hingewiesen.

Insgesamt durchleben zwei Prozent der Schulkinder und Adoleszenten schwere depressive Episoden und vier Prozent Depressionen leichterer Art. Allerdings werden ein Viertel der jungen Menschen, deren Depression nicht erfolgreich behandelt worden ist, nach einem Jahr erneut depressiv. Nach fünf Jahren müssen laut Rudovsky fast drei Viertel der Betroffenen damit rechnen, erneut an einer Depression zu erkranken. Professor Georg Schürgers aus Hamburg-Möhnesee sagte: "Wenn Sie mit 13 eine Depression kriegen, schleppen Sie diese oft ein Leben lang mit."

Problematisch sind die Wartezeiten auf einen Behandlungsplatz. Rudovsky wies darauf hin, dass Jugendliche in der Tagesklinik des Uniklinikums Jena fast zwei Jahre warten müssten, um dort aufgenommen zu werden.

Mehr zum Thema

Corona-Lage

Spahn geht Impfverweigerer hart an

Das könnte Sie auch interessieren
Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

© Tania Soares | EyeEm

Corona und Depression

Johanniskraut: Eine vorteilhafte Option bei einer Depression

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

© koto-feja, LordRunar | iStock

So wirkt Johanniskraut

Johanniskraut kann mehr als bisher angenommen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

© ChristianChan | iStock

Depressionen behandeln

Faktencheck: Johanniskrautextrakt vs. Citalopram

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Jetzt anmelden / registrieren »

Die Newsletter der Ärzte Zeitung

» kostenlos und direkt in Ihr Postfach

Am Morgen: Ihr individueller Themenmix

Zum Feierabend: das tagesaktuelle Telegramm

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Die Coronakrise hat den Pflegekräften an der Charité zugesetzt. Um sie zu unterstützen, gehören inzwischen zehn Psychologen zum Team. Sorgen können dadurch unkompliziert in den Pausen angesprochen werden.

© Alexander Raths / stock.adobe.com

Supervision an der Kaffeetasse

Wie die Charité ihren COVID-Kräften Beistand leistet

Diagnose Krebs

© Marco2811 / stock.adobe.com

Regionale Prävalenz

So häufig kommt Krebs in den einzelnen Städten und Landkreisen vor