Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Der Frust der Ärzte wird bleiben

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:

Wenn der eine von einem guten und der andere von einem vertretbaren Kompromiss spricht, dann weiß man, wer gewonnen hat. Bei den Tarifverhandlungen für Ärzte an den Unikliniken ist es Hartmut Möllring, der Vorsitzende der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL).

Sein wichtigstes Ziel war es, den Ärzten keine höhere Tarifsteigerung zuzugestehen, als mit Verdi für die übrigen Landesbediensteten vereinbart wurde. Das ist ihm gelungen. Ärzte erhalten ab sofort 3,6 Prozent mehr und eine Einmalzahlung von 350 Euro (Laufzeit 20 Monate).

Für die anderen Beschäftigten gibt es seit einiger Zeit 3,75 Prozent mehr über 24 Monate. Vertretbar ist für MB-Chef Rudolf Henke der neue Tarifabschluss nur, weil auch beschlossen wurde, die Zuschläge für Nachtarbeit zu erhöhen, den Geltungsbereich des Tarifvertrages auf Ärzte an Justizvollzugsanstalten auszuweiten und eine weitere Gehaltsstufe für erfahrene Ärzte einzuführen.

Der Frust der Uniärzte über ihre Arbeitsbedingungen ist groß und wird es bleiben. Viele haben das Gefühl in einer Tretmühle zu arbeiten, in der sie zwischen Forschung, Versorgung und Lehre aufgerieben werden. Deshalb waren sie streikbereit. Viele von ihnen werden nun enttäuscht sein. Aber mehr war wohl nicht drin.

Lesen Sie dazu auch: Einigung in letzter Minute: Uniärzte blasen Streik ab

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

„Massive Pensionierungswelle“

Pflegebündnis warnt: Bis zum Jahr 2030 fehlen rund 500.000 Fachkräfte

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Dr. med. Gerhard M. Sontheimer (ANregiomed, Region Ansbach) und Holger Baumann (Kliniken der Stadt Köln, v.l.) haben in der Praxis gute Erfahrungen mit Systempartnerschaften gemacht.

© Philips

Mehr Spielraum für moderne Prozesse in der Klinik

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Philips GmbH Market DACH, Hamburg
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Leitlinie

Wie Sie Schmerzen bei Demenz-Patienten erkennen

Gegen Über- und Unterversorgung

„Klug entscheiden“-Empfehlung zu Vorhofflimmern: Das steht drin

Lesetipps
Ein verschrumpelter roter Luftballon mit ganz wenig Luft.

© Jörg Lantelme / Stock.adobe.com

Von ungefährlich bis akut lebensbedrohlich

Leitsymptom Dyspnoe: So geht’s rasch zur richtigen Diagnose

Seltene Erkrankungen haben ihren Namen nicht umsonst. Zählt man sie jedoch alle zusammen, so sind es etwa 8.000 Erkrankungen mit rund 4 Millionen Betroffenen in Deutschland.

© Orawan / stock.adobe.com

Oft langer Weg bis zur Diagnose

Wie Sie Patienten mit seltenen Erkrankungen früher erkennen