Krebsregister

Der GBA soll es richten

Der Gesundheitsausschuss hört am Mittwoch Experten zum geplanten Krebsregistergesetz an.

Veröffentlicht:

BERLIN. Im angekündigten Krebsregistergesetz gibt es noch offene Baustellen: Vor allem einige Details bei den geplanten klinischen Krebsregistern stehen in der Kritik.

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Kassenärztliche Bundesvereinigung monieren, dass der GKV-Spitzenverband zu viel Macht bei der Ausgestaltung der Register erhalte.

Stattdessen solle diese Verantwortung dem Gemeinsamen Bundesausschuss - als neutraler Instanz - übertragen werden.

Das geht aus den Stellungnahmen von KBV und DKG zur Expertenanhörung im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestags hervor. Diese ist für Mittwochnachmittag in Berlin angesetzt.

Zum Hintergrund: Mit dem geplanten Gesetz zur Weiterentwicklung der Krebsfrüherkennung und zur Qualitätssicherung durch klinische Krebsregister sollen die Bundesländer beauftragt werden, klinische Krebsregister aufzubauen.

Der GKV-Spitzenverband, der neben den Ländern den Betrieb der Register finanziell fördern soll, soll die Fördervoraussetzungen für die klinischen Krebsregister festlegen.

Dazu gehört unter anderem die Aufgabe, notwendige Verfahren zur Qualitätsverbesserung der Krebsbehandlung auszugestalten. Das geht DKG und KBV jedoch zu weit: Diese herausgehobene Stellung für den GKV-Spitzenverband sei weder fachlich noch durch die Teilfinanzierung durch die GKV begründet.

In dem Gesetzentwurf heißt es auch, dass der GKV-Spitzenverband Rücksprache mit KBV und DKG halten sollte, bevor er Entscheidungen trifft.

Das Gesetz soll im Frühjahr 2013 in Kraft treten. (sun)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Kammerstatistik

Mehr als 2.000 ausländische Ärzte arbeiten in Thüringen

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Tab. 1: Verbesserung wichtiger Endpunkte nach 24-wöchiger randomisierter Behandlung mit Vimseltinib vs. Placebo (MOTION-Studie)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Tenosynoviale Riesenzelltumoren

Erste zugelassene systemische Therapie zeigt überzeugende Langzeiteffekte

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Deciphera Pharmaceuticals (Germany) GmbH, München
Durvalumab im Real-World-Vergleich

© Springer Medizin Verlag

ED-SCLC

Durvalumab im Real-World-Vergleich

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RKI: RSV-Welle deutet sich an

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Morbus Crohn: In nur fünf Tagen per Diät zur Remission?

Lesetipps
Eine ältere Frau klagt über Gelenk- und Muskelschmerzen in ihren Händen.

© Yakobchuk Olena / stock.adobe.com

Kasuistik zu Autoimmunerkrankung

Wüssten Sie, was hinter diesen Symptomen steckt?