Kommentar

Der Kampf um den Kuchen beginnt

Von Christian BenekerChristian Beneker Veröffentlicht:

Bremens vier Großkliniken wollen ihre Finger tiefer in den Honigtopf der ambulanten Versorgung stecken. Die ehemals kommunalen Krankenhäuser haben 18 Anträge nach Paragraf 116 b SGB V an die Gesundheitsbehörde gestellt. Sie wollen zum Beispiel die ambulante Versorgung von Krebspatienten erbringen, Kinder mit Herzproblemen behandeln oder Patienten mit Tuberkulose, Multipler Sklerose und Rheuma.

Krankenkassen und KV an der Weser stellen sich quer. Zu Recht. Denn der Paragraf 116 b wurde geschaffen, um die Versorgung in hochspeziellen Fällen zu gewährleisten, bei seltenen Erkrankungen oder besonderen Krankheitsverläufen. Er wurde indessen nicht geschaffen, um Kliniken in finanzieller Schieflage auf Kosten der ambulanten Budgets zu retten. Die vertragsärztliche Versorgungssituation sei zu berücksichtigen, bestimmt das Gesetz.

Was immer damit genau gemeint sein mag - eine flächendeckende Unterversorgung etwa bei der ambulanten Behandlung von Krebspatienten wird man in Bremen kaum unterstellen können. Wenn die Klinikleitungen auch die Genesung der Patienten nach der Krankenhausentlassung stärker in den Blick nähmen, müssten sie nicht derart auf den ambulanten Sektor schielen.

Lesen Sie dazu auch: Bremens Kliniken ernten Gegenwind

Mehr zum Thema

Tagesaktuelle RKI-Zahlen

Das lokale Corona-Infektionsgeschehen im Vergleich

Positionspapier des Spitzenverbands

GKV formuliert 12 Punkte für eine Klinikreform

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Vor der Arzneigabe alle möglichen Risiken abgewägt? Bereits Medizinstudenten sollen sich künftig „relevantes pharmakotherapeutisches Wissen zu häufig verordneten und/oder besonders risikoreichen Arzneimitteln“ aneignen.

Neue Lehrkonzepte

Das ist Spahns neuer Plan für mehr Arzneisicherheit

Eine gesunde Ernährungsweise kann ihn vielerlei Hinsicht Vorteile haben.

Gemüse und Nüsse statt Burger und Bratwurst

Seltener Impotenz dank mediterraner Ernährung?