Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar zum Protest

Die Anatomie des SpiBu

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Es ist sicher kein Zufall, dass angehende Ärzte im Studium als erstes die Anatomie des menschlichen Körpers studieren. Nur wer weiß, wie ein komplexes System funktioniert, wird darin auch erfolgreich intervenieren können.

Ähnliches gilt für politische und ökonomische Interventionen. Das probieren ab dieser Woche freie Ärzteverbände mit einer Politik der Nadelstiche gegen die Krankenkassen: Sprechstunde für Mitarbeiter der Kassen - nur vor acht und nach 20 Uhr. Keine Antwort auf formlose Anfragen.

Was die Kasse vor Ort ärgern könnte, wird den GKV-Spitzenverband ziemlich kalt lassen. Hier wird versucht, den Elefanten mit dem Grashalm zu kitzeln in der Hoffnung, dass er sich bewegt.

Die Hoffnung ist, mit Druck auf Einzelkassen auch Druck auf den Spitzenverband auszuüben. Das ist schwierig angesichts der gegenwärtig geltenden Dagobert-Duck-Mentalität der meisten Kassen.

So bleibt vor allem eine politische Botschaft: Taugt eine System-Anatomie, die primär darauf ausgerichtet ist, Finanzreserven anzulegen, die Versorgung von Patienten aber hintan zu stellen?

Wäre es nicht an der Zeit, den Einzelkassen, die näher an Versicherten und Patienten orientiert sind, mehr Verantwortung zu geben?

Lesen Sie dazu auch den Bericht: "Jetzt geht's los": Ärzte nehmen Kassen an die Kandare

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte

Übergriffiges Verhalten im Gesundheitswesen

Medizinstudentin zu sexueller Belästigung: „Ich möchte beim Ärztetag nicht mit ,Hase‘ angesprochen werden“

Lesetipps
Patient vor der CT-Untersuchung der Lunge.

© jovannig / stock.adobe.com

Telemedizin für Prävention

Lungenkrebs-Screening: Das Münsterland zeigt, wie es funktionieren kann

Frau sitzt nachts auf ihrem Bett und schaut ins Licht ihrer Nachttischlampe.

© stokkete / stock.adobe.com

Von unten nach oben

Stufenschema bei Insomnie: So bei Schlafstörungen therapieren