Direkt zum Inhaltsbereich

Die Chroniker-Programme leben im Fonds weiter

Für ihre DMP erhalten die Kassen aus dem Fonds besondere Mittel.

Von Bülent Erdogan Veröffentlicht:

Mit dem Gesundheitsfonds beginnt auch für die strukturierten Behandlungsprogramme (Disease Management Programme, DMP) eine neue Zeitrechnung. Alle DMP-Krankheiten lösen künftig Zuschläge aus dem zeitgleich mit dem Gesundheitsfonds startenden morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleich aus. Darüber hinaus gibt es für jeden eingeschriebenen Patienten zusätzlich 180 Euro pro Jahr.

Entsprechend optimistisch äußern sich in einer aktuellen Umfrage der "Ärzte Zeitung" große Kassen über die Zukunft der Programme. So wollen Barmer und DAK ihr Angebot bald um ein Modul zur Herzinsuffizienz erweitern. Deutsche BKK und die Techniker Krankenkasse (TK) wollen das Niveau vorerst zumindest halten.

Derzeit haben sich rund fünf Millionen Versicherte in strukturierte Behandlungsprogramme eingeschrieben. Und die Teilnehmerzahlen legen weiter zu. Für jeden Patienten erhalten die Kassen auch heute schon gesondert Finanzmittel aus dem bisherigen Risikostrukturausgleich. Für die Kassen war dies bislang schon ein lohnendes Geschäft, von einem regelrechten kassenweiten "Einschreibewettbewerb" war die Rede. Ihre Versicherten lockten die Kassen dabei mit Prämien oder Zuzahlungsbegrenzungen in die Programme.

Zumindest bei der TK soll mit solchen finanziellen Anreizen für die Patienten 2009 aber Schluss sein. Darüber hinaus will man genau darauf achten, dass die Kosten für bereits laufende Verträge durch die neue Programmpauschale gedeckt werden. Dies betrifft auch die Vergütung der Ärzte für ihre Teilnahme an den DMP. In der Pauschale ist hierfür eine Summe von 125 Euro im Jahr vorgesehen.

Obligatorischer Bestandteil der DMP ist deren Evaluation. Nach einer Studie der Uni Heidelberg im Auftrag der AOK haben Typ-2-Diabetiker, die an einem DMP teilnehmen offenbar eine deutlich längere Lebenserwartung als Patienten in der Regelversorgung.

Lesen Sie dazu auch: Die Eingeweide des neuen Morbi-RSA

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Beitragssatzstabilisierungsgesetz

Fixkostendegression in der HZV: Koalition schnürt Sparpaket wieder auf

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mögliche Glutenquelle

Wie riskant ist ein Zungenkuss bei Zöliakie?

Lesetipps
Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht