Arzneimittelpolitik

DocMorris will in Deutschland zweigleisig vorgehen

DÜSSELDORF (iss). Der niederländische Arzneimittel-Versandhändler DocMorris setzt für den Apothekenmarkt auf ein zweigleisiges Vorgehen. Sollte der Europäische Gerichtshof (EuGH) das Fremdbesitzverbot in Deutschland kippen, will DocMorris mit dem Aufbau einer Apothekenkette beginnen. Parallel dazu will er sein Netz an Partnerapotheken ausbauen.

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Das Unternehmen, das zur Celesio-Gruppe gehört, hat im Januar 2007 mit dem Aufbau eines Netzes von inhabergeführten DocMorris-Partnerapotheken begonnen. Bis 2012 will DocMorris 500 Apotheken im Verbund haben.

"Wir werden in Zukunft alle Möglichkeiten der Kooperation ausnutzen, von der Markenpartnerschaft bis zum Kauf der Apotheke, und ich denke, wir bekommen das unter einem Dach hin", kündigte der Gründer und Vorstandsvorsitzende von DocMorris, Ralf Däinghaus, auf dem Apothekentag des Unternehmens in Düsseldorf an. An der Veranstaltung haben rund 100 Apotheker teilgenommen.

"Wir machen mit dem Markenpartner-Konzept weiter, egal was der EuGH entscheidet", sagte Däinghaus der "Ärzte Zeitung". Selbst wenn die Richter des EuGH das Fremdbesitzverbot kippen, müsse zunächst die Politik die Grundlagen für die Umsetzung schaffen. "Das wird bei der nächsten Gesundheitsreform geregelt", erwartet der DocMorris-Vorstandsvorsitzende.

Entscheidend sei, dass sich die Kunden an der Marke "DocMorris" orientieren und das Angebot annehmen, unabhängig davon, welches rechtliche Konzept hinter der einzelnen Apotheke stehe. "Der Kunde erkennt die starke Marke, und er richtet sich danach." Dafür gebe es Beispiele in anderen Branchen. "Wer heute zu Fielmann geht, weiß, was er bekommt, egal ob die Filiale Fielmann gehört oder im Franchise-Verfahren betrieben wird", sagte Däinghaus.

Däinghaus geht davon aus, dass DocMorris noch im Lauf dieses Jahres im OTC-Bereich mit Eigenmarken auf den Markt kommen wird. "Wir werden das regional und im Versandhandel testen und sehen, wie es angenommen wird", kündigte er an.

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