Niedersachsen

Duo an KV-Spitze bestätigt

Mark Barjenbruch und Dr. Jörg Berling stehen auch in den kommenden sechs Jahren der KV Niedersachsen vor. Beide wurden ohne Gegenstimme wiedergewählt.

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Bleiben das KV-Vorstandsduo in Niedersachsen: Mark Barjenbruch (links) und Dr. Jörg Berling.

Bleiben das KV-Vorstandsduo in Niedersachsen: Mark Barjenbruch (links) und Dr. Jörg Berling.

© KV Niedersachsen

HANNOVER. In Niedersachsen ist der Jurist Mark Barjenbruch erneut zum KV-Vorstandschef gewählt worden. Auch sein Stellvertreter, der Allgemeinarzt Dr. Jörg Berling, wurde am Mittwochabend von den Delegierten der Vertreterversammlung in seinem Amt bestätigt.

Das Wahlergebnis der bisherigen Amtsinhaber, die beide ohne Gegenkandidaten angetreten waren, war eindeutig: Barjenbruch wurde einstimmig für den fachärztlichen Versorgungsbereich in den Vorstand wiedergewählt. Berling erhielt 47 von 48 abgegebenen Stimmen, ein Zettel entpuppte sich bei der Auszählung als ungültig. Einstimmig fiel die anschließende Wahl des Vorsitzenden des Vorstandes aus: Der 49-jährige Barjenbruch wird dieses Amt auch in der aktuellen Wahlperiode ausfüllen.

In der KV Niedersachsen stehen die Zeichen damit eindeutig auf Kontinuität. Bereits Mitte Januar hatte die 50-köpfige Vertreterversammlung Dr. Christoph Titz in seinem Amt als Vorsitzender der Vertreterversammlung bestätigt, die 48 Wahlberechtigten stimmten einstimmig für den Gynäkologen aus Delmenhorst. Als Titz‘ Stellvertreter wählte das Gremium den Hausarzt Dr. Eckard Lummert.

Bürokratieabbau und Kontinuität

Barjenbruch wertet das Wahlergebnis als gute Ausgangslage für die weitere Arbeit. "Das ausgesprochen positive Wahlergebnis ermuntert uns, gemeinsam mit unseren Mitgliedern die KV Niedersachsen weiterhin zu einer starken Interessenvertretung auszubauen", sagte er am Donnerstag der "Ärzte Zeitung". Die Interessen der Mitglieder würden gegenüber Politik und Kassen eingefordert werden.

Die Aufgaben für das neue "alte" Vorstandsduo stehen dabei bereits fest: Sie wollen sich unter anderem für Bürokratieabbau in der Praxis sowie "Kontinuität in der Honorarverteilung" einsetzen, erfuhr die "Ärzte Zeitung" auf Anfrage. Darüber hinaus sollen Kooperationen mit ärztlichen Berufsverbänden ausgebaut und neue Vertragsformen weiterentwickelt werden, etwa "extrabudgetäre Vertragsstrukturen mit den Krankenkassen". So sollten "die Arbeitsbedingungen in den Praxen weiter verbessert" werden, erklärt Berling.

In Sachen ärztliche Vergütung seien auch die "Diskussionen zur Begrenzung ärztlicher Leistungen bei begrenzter Vergütung" ein Thema, das das Vorstandsduo beschäftigt. Die rund 14.000 niedersächsischen Kassenärzte und -psychotherapeuten leisteten pro Quartal rund 1,14 Millionen Überstunden ohne Bezahlung, errechnete die KV Niedersachsen im Sommer 2015. (jk)

48 der 48 Wahlberechtigten gaben dem Juristen Mark Barjenbruch ihre Stimme bei der Wahl zum Vorstandsvorsitzenden der KV Niedersachsen.

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