Steigende Zuzahlungen trotz Zuschüssen
Eigenanteile im Pflegeheim klettern weiter – im Nordosten auf mehr als 2400 Euro
Pflege im Heim wird immer teurer. Die Zuzahlungen, die Bewohnerinnen und Bewohner Monat für Monat aus eigener Tasche berappen müssen, steigen, wie ein Blick in den Nordosten Deutschlands zeigt.
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Steigende Kosten, steigende Eigenanteile: Blick in ein Pflegeheim. (Symbolbild)
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Berlin/Potsdam. Bund und Länder bereiten derzeit eine Pflegereform vor. Ein Ziel ist es, die seit Jahren steigenden Eigenanteile in stationären Pflegeeinrichtungen zu begrenzen. Der Schritt ist dringend nötig, wie neue Zahlen etwa für Berlin und Brandenburg untermauern, die die AOK Nordost unter Verweis auf eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) am Mittwoch veröffentlicht hat.
Tenor der Mitteilung: „Trotz einzelner Entlastungsschritte steigen die Eigenanteile weiter und überfordern viele Menschen.“ Konkret: Die Gesamtkosten für einen Heimplatz lagen sowohl in Brandenburg als auch in Berlin Ende 2025 erstmals bei über 5000 Euro pro Monat.
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Nach Abzug der nach Dauer des Heimaufenthalts gestaffelten Zuschläge der Pflegekassen ergab sich hier wie da eine durchschnittliche Gesamtbelastung von mehr als 2.400 Euro pro Monat. Das ist saftig.
Betrag deutlich über der verfügbaren Rente
Es handele sich um einen Betrag, der häufig „deutlich“ über der verfügbaren Rente liege und Folgen habe, schreibt auch die AOK Nordost in ihrer Mitteilung. Die Kasse verweist auf Daten aus dem Rentenatlas.
Demnach betrug die durchschnittliche Altersrente nach 35 Jahren Berufsjahren in Brandenburg Ende 2024 rund 1570 Euro. Im Ostteil Berlins lag sie bei rund 1750 Euro und im Westen Berlins bei 1630 Euro.
Rund 17.300 Menschen, die in Pflegeeinrichtungen in der Bundeshauptstadt versorgt wurden, erhielten bereits 2024 „Hilfe zur Pflege“. Grund: Einkommen und Vermögen reichten nicht aus, um die Pflegekosten aus eigener Kraft tragen zu können. In Brandenburg traf dies auf rund ein Drittel der Menschen zu, die in Pflegeheimen versorgt wurden. (hom)



