Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Eine große Chance wurde vertan

Christiane BadenbergVon Christiane Badenberg Veröffentlicht:

Ein Präventionsgesetz wird es mit Schwarz-Gelb nicht geben. Das hat die Bundesregierung jetzt offiziell bestätigt. Das ist bedauerlich, denn eine verbindliche und klare Präventionsstrategie wäre angesichts der gesundheits- und gesellschaftspolitischen Herausforderungen der nächsten Jahrzehnte dringend erforderlich. Adipositas, Krebsvorsorge, Infektionsschutz oder Demenz sind nur einige Beispiele, bei denen mit koordinierten Präventionsstrategien viel zu bewegen wäre.

Das Thema ist zu wichtig, um es einigen gut organisierten und mit einem finanziellen Polster ausgestatteten Lobbygruppen oder den Marketingmanagern der Krankenkassen zu überlassen. Trommeln die einen erfolgreich, werden darüber viele andere Patientengruppen vergessen, die keine Lobby haben. Den Kassen geht es hauptsächlich um ihr Image. Vom geschenkten Wok bis zur Finanzierung eines Bauch-Beine-Po-Kurses - alles ist möglich. Was fehlt, ist eine klare Strategie. So werden weiter viele kleine Programme unabgestimmt nebeneinander existieren. Dauerhaft bewegen wird sich nichts. Die Chance, mit einem Gesetz Prävention auch in der Wirtschafts- und Sozialpolitik oder auch Verkehrs-, Bildungs- oder Baupolitik zu verankern, ist auf lange Sicht vertan. Schade.

Lesen Sie dazu auch: Nationales Präventionsgesetz ist endgültig vom Tisch

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Auswirkungen auf ambulante Versorgung

MEDI-Umfrage: Vertragsärzte warnen vor Folgen der Rotstift-Politik

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

162 Studien ausgewertet

Häufigkeit von zerebralen Aneurysmata nimmt zu

Lesetipps
Körpersprache ist stärker als das gesprochene Wort. Man kann aufgebrachten Patienten daher durchaus auch die Handfläche zeigen, also leicht ausgestreckter Arm, man zeigt die Handfläche und signalisiert dem Patienten „Stopp“, so Praxisberaterin Christiane Fleißner-Mielke.

© Doodeez / Stock.adobe.com

Praktische Tipps

Aufgebrachte Patienten? Wie Praxisteams sicher deeskalieren

Ärztin untersucht Schilddrüse

© Peakstock - stock.adobe.com

Systematische Ursachensuche

Therapierefraktäre Hypothyreose: Was steckt dahinter?