BKK-Dachverband

Einfluss von COVID-19 auf Krankenstand gering

Bei rund vier Millionen BKK-Mitgliedern hat es im Juli insgesamt 2114 Fälle von Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer Corona-Diagnose gegeben. Einige Berufe waren besonders betroffen.

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Berlin. Eine COVID-19-Diagnose bei Beschäftigten war im Juli vergleichsweise selten und hat den Gesamtkrankenstand nur wenig beeinflusst. Das geht aus einer Auswertung des BKK-Dachverbands hervor.

Bei rund vier Millionen BKK-Mitgliedern hat es im Juli insgesamt 2114 Fälle von Arbeitsunfähigkeit im Zusammenhang mit einer COVID-19-Diagnose gegeben. Das sind mehr AU-Fälle als noch im Juni (1450), aber deutlich weniger als etwa im April (4062).

Die mit dieser Diagnose krankgeschriebenen BKK-Versicherten waren im Schnitt 6,6 Tage arbeitsunfähig. Das entspricht einem Rückgang im Vergleich zum Juni von 1,4 Tagen. Der Anteil der mit COVID-19 in Verbindung stehenden AU-Fälle beträgt im Juli 0,6 Prozent. Nimmt man dagegen alle AU-Tage als Bezugsgröße, dann gehen nur 0,3 Prozent auf eine Erkrankung an SARS-CoV2 zurück.

Wertet man die AU-Daten nach Branchen aus, so bestätigt sich der Trend, dass überdurchschnittlich viele AU-Fälle und -Tage im Zusammenhang mit COVID-19 bei erzieherischen und sozialen Berufen sowie in der Pflege auftreten. Über alle Branchen hinweg kam es im Juli zu durchschnittlich 5,4 AU-Fällen je 10 000 beschäftigte Mitglieder in Folge einer COVID-19-Diagnose. Beschäftigte, die erziehen und unterrichten, führen die Liste mit 12,4 AU-Fällen an, gefolgt vom Sozialwesen (9,0) und Heimen (8,9). Hohe Werte in anderen Branchen – wie der Metallerzeugung und -bearbeitung mit 8,0 AU-Tagen – gingen vor allem auf lokale Ausbrüche zurück, heißt es.

Medizinische Fachkräfte im Gesundheitswesen seien nicht mehr so stark wie in den vergangenen Wochen betroffen (6,8 AU-Fälle je 10 000 Beschäftigte. (fst)

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