Möglicherweise Brexit-Folge

Englischen Hausärzten geht der Sprit aus

Momentan bieten Hausärzte im Vereinigten Königreich vermehrt Beratungen nur noch digital an. Grund dafür scheint Kraftstoffmangel zu sein: Die Mediziner kommen mit ihrem Auto nicht mehr zur Praxis.

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Ein Zettel mit der Aufschrift „Entschuldigung, kein Benzin verfügbar“ ist an einer Tankstelle in Bracknell (Großbritannien) angebracht.

Ein Zettel mit der Aufschrift „Entschuldigung, kein Benzin verfügbar“ ist an einer Tankstelle in Bracknell (Großbritannien) angebracht.

© Steve Parsons/PA/dpa

London. In Großbritannien mehren sich Medienberichte, wonach Hausärzte mangels Benzin nicht länger zum Dienst erscheinen. Die Londoner Abendzeitung „Evening Standard“ berichtet unter Berufung auf Informanten im Londoner Hausarztsektor, dass seit Wochenbeginn „dutzende“ Allgemeinmediziner nur noch Online-Konsultationen anbieten.

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Grund dafür sei, sie könnten kein Kraftstoff mehr für ihre Autos oder Motorräder kaufen, um damit in die Praxen zu kommen. Das betreffe vor allem solche Ärztinnen und Ärzte, die außerhalb der Metropole wohnten und in London praktizierten. Der britische Ärztebund (British Medical Association) bestätigte, dass es „vereinzelt“ zu Praxisschließungen gekommen sei.

In Großbritannien ist das Benzin knapp geworden. Ursache dafür sind insbesondere fehlende Lkw-Fahrer. Im Großraum London haben inzwischen neun von zehn Tankstellen nicht mehr genug Treibstoff. Die Regierung erwägt, das Militär einzusetzen, um Tankstellen zu beliefern. (ast)
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