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Bewertungsausschuss

Entscheidung zu Dialyse-Sachkosten vertagt

Mit Spannung und Skepsis blickten die Nierenärzte nach Berlin, wo der Bewertungsausschuss von KBV und GKV tagte. Doch weder zu den Dialyse-Sachkosten noch zu der Mengenabstaffelung fiel eine Entscheidung.

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BERLIN. Der Bewertungsausschuss von Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) und dem GKV-Spitzenverband hat am Donnerstag keine Entscheidung zu den Dialyse-Sachkosten der Nierenärzte getroffen.

Man habe noch Klärungsbedarf und werde mit einem detaillierten Fragenkatalog auf die Berufsverbände zugehen, sagte KBV-Sprecher Roland Stahl der "Ärzte Zeitung".

Bei welchen Aspekten es noch Klärungsbedarf gibt, wollte die KBV auf Nachfrage nicht beantworten.

Wahrscheinlich werde das Thema bei der nächsten Tagung des Bewertungsausschusses Mitte März erneut behandelt, so Stahl. Ob es dann eine Entscheidung geben werde, sei zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar.

Absenkung der Pauschale von zwölf Prozent im Gespräch

Zum Hintergrund: Es galt vorab als sehr wahrscheinlich, dass der Bewertungsausschuss einen harten Schnitt bei den Dialyse-Sachkosten beschließen könnte. Die Nierenärzte zeigten sich alarmiert.

Im Gespräch war eine Absenkung der aktuellen Pauschale um etwa zwölf Prozent. Derzeit beträgt sie rund 520 Euro pro Woche pro Patient.

Nach Berechnungen des Bewertungsausschusses würde eine Senkung der Pauschale die Krankenkassen in einer Größenordnung von 180 Millionen Euro jährlich entlasten. Derzeit geben die Kassen etwa 1,4 Milliarden Euro für diese Leistungen aus. Auch die Entscheidung über die geplante Mengenabstaffelung ist zunächst vertagt: In diesem Fall hätte es möglicherweise für die ersten 40 Patienten in der Woche mehr Geld gegeben als für Patient Nummer 41, der eine Dialysepraxis aufsucht. (sun)

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