EU

Europäischer Rat billigt, EMA neue Aufgaben zuzuweisen

Der Vorschlag der EU-Kommission, die Arzneimittelagentur EMA ins Zentrum künftiger europäischer Pandemievorsorge und -bewältigung zu rücken, kommt voran.

Veröffentlicht:

Brüssel. Unter dem Eindruck der Corona-Pandemie plant die EU-Kommission, unter anderem auch die Kompetenzen der Arzneimittelagentur EMA in Richtung Pandemievorsorge zu erweitern. Einen entsprechenden Verordnungsvorschlag (2020/0321/COD) hatte die Kommission als Teil ihres Verordnungs-Pakets zu einer „Europäischen Gesundheitsunion“ Anfang November 2020 gemacht. Nun hätten die Mitgliedstaaten im Europäischen Rat einen zustimmenden gemeinsamen Standpunkt festgelegt, teilte die Kommission am Dienstag mit. „Ich freue mich, dass der Rat unseren ehrgeizigen Vorschlag so rasch gebilligt hat“, kommentiert Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides die Positionierung der Regierungschefs.

Als Nächstes wird im Juli das EU-Parlament seinen Standpunkt zu dem Verordnungsentwurf beschließen. Darauf folgen im sogenannten Trilog Einigungsverhandlungen zwischen Rat, Parlament und Kommission.

Zum erweiterten Aufgabenspektrum der EMA soll es dem Verordnungsentwurf zufolge unter anderem gehören, Arzneimittelengpässen durch kontinuierliche Marktbeobachtung vorzubeugen oder auch „Ereignisse“ zu überwachen, „die zu einem Großereignis oder einer Notlage im Bereich der öffentlichen Gesundheit führen können“. Zudem soll bei der EMA eine „Notfall-Taskforce“ eingerichtet werden, die bei „Notlagen im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ Beratung und Unterstützung zur beschleunigten Entwicklung und Anwendung neuer Arzneimittel leistet sowie eigeninitiativ nach Wirkstoffen sucht, die zur Bewältigung der Pandemie beitragen können. (cw)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Herzchirurg mit Installateurfirma

Das Doppelleben des Dr. Jean-Philippe Grimaud: Arzt und Klempner

Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Neuer GLP-1-Rezeptoragonist

Orforglipron: Bekommt Semaglutid jetzt Konkurrenz?

Lesetipps
Eine Frau streckt ihre Zunge heraus, man sieht ihre Zähne oben.

© vladimirfloyd / stock.adobe.com

Halitosis

Was hinter Mundgeruch stecken kann

Ein Stempel mit der Aufschrift "Regress"

© Gina Sanders / stock.adobe.com |

Interview zum Vertragsarztrecht

Regress-Prävention: Wie Ärzte Formfehlern aus dem Weg gehen