SARS-CoV-2

Experten halten Lockerung von Corona-Auflagen nach Osterferien für denkbar

Experten haben Vorschläge, wann und wie einige Auflagen wegen Corona-Pandemie fallen könnten.

Veröffentlicht: 03.04.2020, 16:50 Uhr
Mund-Nasen-Schutz: Wird das Tragen auch hierzulande bald ein typisches Bild im Alltag?

Mund-Nasen-Schutz: Wird das Tragen auch hierzulande bald ein typisches Bild im Alltag?

© shirhan / Getty Images / Thinkstock

Berlin. Eine Lockerung der Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus ist nach Einschätzung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina nach den Osterferien vorstellbar. Denkbar sei etwa, dass Kontaktverbote weniger strikt umgesetzt werden, wenn dafür andere Maßnahmen eingehalten werden, erklären die Wissenschaftler in einer am Freitag veröffentlichten Stellungnahme.

Eine schrittweise Lockerung der Auflagen solle etwa mit „dem flächendeckenden Tragen von Mund-Nasen-Schutz einhergehen“, heißt es in der Leopoldina-Stellungnahme. Zudem sprachen sich die Experten für digitale Werkzeuge aus, in denen Personen „freiwillig und unter Einhaltung von Datenschutz sowie Persönlichkeitsrechten“ Daten über mögliche Infektionswege zur Verfügung stellen. Im Gespräch ist aktuell eine solche App auf dem Smartphone.

Auch Veterinär-Einrichtungen einbeziehen

Darüber hinaus sollten die Kapazitäten für Corona-Tests weiter erhöht werden und während einer Übergangszeit auch Einrichtungen der Tiermedizin genutzt werden. Eine Arbeitsgruppe der Leopoldina soll Entscheidungsgrundlagen für eine Lockerung der Vorgaben erarbeiten.

Forscher des Münchner Ifo-Instituts um Präsident Clemens Fuest und Martin Lohse, Präsident der Gesellschaft Deutscher Naturforscher und Ärzte, plädierten für eine allmähliche Lockerung unter Beachtung des Gesundheitsschutzes. So könnten beispielsweise Orte mit niedriger Ansteckungsgefahr wie hochautomatisierte Fabriken eher wieder freigegeben werden, ebenso Orte wie Kindertagesstätten, wo sich weniger anfällige Menschen aufhielten. Sektoren, wo Mitarbeiter auch gut zu Hause arbeiten könnten, hätten weniger Priorität als jene, wo das schwer möglich sei.

Vorrangig Lockerungen in Kitas?

Beschränkungen, die hohe soziale oder psychische Belastungen mit sich brächten, sollten vorrangig gelockert werden, ebenso Auflagen in Regionen mit niedrigeren Infektionsraten oder freien Kapazitäten in der Krankenversorgung. Das Gleiche könne für Gegenden gelten, wo bereits viele Menschen eine Immunität gegen das Virus gebildet hätten, so die Experten. (dpa)

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