KBV-Affäre

Feldmann widerspricht Attacke gegen Gröhe

Kritik an der Praxis der Rechtsaufsicht des Bundesministeriums für Gesundheit sollte sich nicht gegen Gröhe selbst richten, beschwichtigt KBV-Vizechefin Regina Feldmann.

Veröffentlicht:
KBV-Vorstandsmitglied Regina Feldmann hat einen Medienbericht relativiert (Archivbild).

KBV-Vorstandsmitglied Regina Feldmann hat einen Medienbericht relativiert (Archivbild).

© Stephanie Pilick

BERLIN. KBV-Vorstandsmitglied Regina Feldmann hat einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Online-Ausgabe) relativiert, in dem ein Schreiben Feldmanns an den BMG-Staatssekretär Lutz Stroppe als Attacke auf Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bezeichnet worden war.

"Dafür gibt es überhaupt keinen Grund", sagte Feldmann im Gespräch mit der Ärzte Zeitung.

Hintergrund ist die Affäre um die KBV-Immobiliengeschäfte und um Verträge des Ex-KBV-Chefs Dr. Andreas Köhler. Hierzu gebe es zwei Vereinbarungen mit dem Ministerium vom Juni und September.

Klärungsbedürftig durch die Rechtsanwaltskammer Münchensei, ob im Zusammenhang mit der Beauftragung der Kanzlei Luther eine möglicherweise unzulässige Doppelbeauftragte Interessenkonflikten vorliege.

Bis zu einer Klärung habe sie, Feldmann, ihre Unterschrift unter die Vereinbarungen zurückgezogen.

Für problematisch hält Feldmann die Einbeziehung des amtierenden KBV-Vorsitzenden Dr. Andreas Gassen in die Aufarbeitung. Denn laut einem Gutachten der Kanzlei Luther für das BMG war Gassen in seiner damaligen Eigenschaft als Vize-Vorsitzender der Vertreterversammlung an der (unrechtmäßigen) Weiterzahlung der Bezüge an Köhler nach dessen Pensionierung beteiligt.

Dies könne den Anfangsverdacht auf Untreue begründen. Diese Frage müsse sich auch das BMG vorlegen. (HL)

Schlagworte:
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hämatologe gibt Tipps

Krebspatienten impfen: Das gilt es zu beachten

Lesetipps
Eine pulmonale Beteiligung bei Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) kann sich mit Stridor, Husten, Dyspnoe und Auswurf manifestieren. Sie zeigt in der Lungenfunktionsprüfung meist ein obstruktives Muster.

© Sebastian Kaulitzki / stock.adobe.com

Morbus Crohn und Colitis ulcerosa

Wenn der entzündete Darm auf die Lunge geht

Die elektronischen Monitoring-Devices könnten gezielt Patienten mit unkontrollierter Erkrankung verordnet werden, um zu messen, ob es bei der Inhalation an der Regelmäßigkeit, der Technik oder an beidem hapert und dann genau da zu schulen, wo es Probleme gibt.

© tadamichi / stock.adobe.com

DGIM-Kongress

So hilfreich können Smart Inhaler bei Asthma oder COPD sein