Direkt zum Inhaltsbereich

Finanzielle Anreize für Nachwuchsärzte

BERLIN (ble). Den bundesweit 2100 deutschen Kliniken geht trotz teurer Anzeigenkampagnen der medizinische Nachwuchs aus. Die private SRH-Klinikkette reagiert jetzt mit einer Kampagne im Internet.

Veröffentlicht:
Nicht nur in Kliniken heiß begehrt: Junge Ärztin im Gespräch mit einem Patienten.

Nicht nur in Kliniken heiß begehrt: Junge Ärztin im Gespräch mit einem Patienten.

© Foto: Bilderbox

Auch ein mittlerer sechsstelliger Eurobetrag für Anzeigen konnte die Lücke zuletzt nicht mehr schließen: Händeringend sucht die SRH-Gruppe für ihre sieben Kliniken 25 Assistenzärzte, wie der Vorsitzende der Geschäftsführung der SRH Kliniken GmbH, Dr. Michael Almeling, in Berlin erläuterte. Derzeit beschäftigt die Gruppe 125 Assistenzärzte.

Mit einem Bündel finanzieller und organisatorischer Anreize will die Klinik dem Nachwuchsmangel jetzt begegnen. Danach sollen Assistenzärzte beispielsweise für den Erwerb von medizinischen Zusatzqualifikationen künftig finanziell mit bis zu 5000 Euro unterstützt werden. Bisher müssen Assistenzärzte etwa Sonografiekurse, die oft mit 400 bis 600 Euro zu Buche schlagen, selbst bezahlen.

Oberärzte sollen sich als Mentoren um den Nachwuchs kümmern und eine kontinuierliche Verbindung zum Chefarzt herstellen, verspricht Almeling. Neu ist auch ein "strukturiertes Logbuch", mit dem Assistenzärzte erbrachte Weiterbildungsinhalte bereits während ihrer Ausbildung lückenlos nachweisen können. Zudem verpflichte das Logbuch die Klinik, die festgehaltenen Weiterbildungsinhalte auch anzubieten, erläuterte Almeling.

Außerdem will die Klinikgruppe Assistenzärzten Schulungen in Management und Personalführung anbieten. Für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollen Weiterbildungsstellen auch in Teilzeit angeboten werden. An allen Standorten können sich Nachwuchsärzte von der Klinik darüber hinaus auch Plätze in Kindertagesstätten und Kinderkrippen oder Tagesmütter vermitteln lassen. Er hoffe, dass sich weitere private Klinikketten der Initiative anschlössen, sagte Almeling.

Die Initiative im Internet: www.initiative-neue-aerzte.de

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Wissenschaft in Medizin übertragen

© Regeneron

Forschung und Entwicklung

Wissenschaft in Medizin übertragen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Regeneron GmbH, München
Arzneiforschung: Von Innovationen profitieren nicht nur Patienten, sondern immer auch die Gesellschaft als Ganzes.

© HockleyMedia24 / peopleimages.com / stock.adobe.com

Nutzenbewertung

Arznei-Innovationen: Investition mit doppeltem Nutzen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa)
Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

© Springer Medizin Verlag

Unternehmen im Fokus

Patientenzentrierter Ansatz und europäische Produktion

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Motivierende Gesprächsführung

Wie motiviere ich Patienten mit Depression zu Sport?

Arzt entwickelt MFA-Börse

So finden Praxisinhaber die MFA, die zu ihnen passt

Von DiGA bis Chatbot

Wie Dr. KI die rheumatologische Versorgung verbessert

Lesetipps
Ein Stapel mit vielen Büchern

© Frank Rumpenhorst/dpa

State-of-the-Art

Was in den Praxisempfehlungen und Leitlinien der DDG neu ist

Blick über die Schulter eines Trompeters, der ein Konzert spielt.

© Kitreel / Stock.adobe.com

Vielfalt der Musikermedizin

Ihr Patient ist Musiker? Was dann relevant werden könnte