Pharmadialog

Fischer für synchrone Arztinfos

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BERLIN. "Unmissverständlich, vollständig und widerspruchsfrei": So stellt sich die Hauptgeschäftsführerin des Verbands der forschenden Pharmaunternehmen (vfa), Birgit Fischer, ein Arzt-Informationssystem zu den Ergebnissen der frühen Nutzenbewertung vor.

Eine Umfrage der TK, die bereits Anfang Februar vorgestellt wurde, hatte ergeben, dass die Ergebnisse der Nutzenbewertung lediglich 15 Prozent der niedergelassenen Ärzte dazu bewegten, Arzneimittel mit zuerkanntem Zusatznutzen zu verordnen.

Im Pharmadialog haben Regierung und Industrie nun verabredet, ein Arzt-Informationssystem auf den Weg zu bringen, um Arzneien mit anerkanntem Zusatznutzen die Marktdurchdringung zu erleichtern.

Regionalkassen und die Kassenärztlichen Vereinigungen verbreiteten häufig anderslautende Bewertungen über den Nutzen von Arzneien sowie Informationen über die Wirtschaftlichkeit von neuen Arzneien als die nationale Ebene ermittelt habe, sagte Fischer. Hier bedürfe es einer Synchronisation.

Sie zähle die Arztinformation zu den drei wichtigsten Ergebnissen des Dialogs, sagte Fischer am Mittwoch in Berlin. Mehr Freiräume für Innovationen zu schaffen sei ein weiterer Punkt.

Die geplante Umsatzschwelle für Blockbuster wie das Hepatitis-C-Präparat Sovaldi® dürften nicht als Fortschrittsbremse ausgestaltet werden. Als dritten Punkt bewarb Fischer die geplante nichtöffentliche Listung ausgehandelter Arzneimittelpreise.

Damit schwenke Deutschland auf ein in Europa übliches Verfahren ein. Es ergebe sich eine "Riesenchance", so die Preise in einen therapeutischen Kontext stellen zu können. (af)

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