Flächendeckende SAPV? Kassen und Ärzte sind uneins

Veröffentlicht:

KIEL (di). Die Krankenkassen sehen die Spezialisierte Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in Schleswig-Holstein flächendeckend sichergestellt. Mit Ausnahme der Betriebskrankenkassen haben die Kassen nun auch in der noch ausstehenden Region Mittelholstein einen Vertragspartner gefunden.

Mit einem Palliativ-Care-Team in Rendsburg-Eckernförde wurde ein Versorgungsvertrag geschlossen. Nach Ansicht von AOK-Vize Dr. Dieter Paffrath sind damit "beste Voraussetzungen geschaffen, dass alle unheilbar kranken Menschen in Schleswig-Holstein auf Wunsch in der familiären häuslichen Umgebung professionell betreut und in Geborgenheit die letzte Lebenszeit mit ihren Angehörigen verbringen können".

Auch Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg lobte die Umsetzung. In den ersten achten Monaten des Jahres haben die Anbieter landesweit über 620 Patienten betreut. In den vergangenen zwei Jahren wurden landesweit neun Verträge zu SAPV geschlossen. Viele Ärzte beurteilen die Verträge jedoch kritisch, da Leistungen von ihnen nicht kostendeckend erbracht werden können. Auch die Anfahrtswege seien zu lang.

Mehr zum Thema

Nicht im Sinne des Präventionsgesetzes

Impfen im Betrieb ist kein Selbstläufer

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Niedrigschwelliger Zugang zu Impfungen

Schweden: Willkommen im Impfladen

Autophage Aktivität

Idiopathische pulmonale Fibrose: Neue Aufgabe für Ezetimib?

Lesetipps
Frau mit Neugeborenem

© IdeaBug, Inc. / stock.adobe.com

Fäkaler Mikrobiom-Transplantation als Option

Wie und wo Kinder geboren werden hat einen Effekt auf ihr Mikrobiom