Direkt zum Inhaltsbereich

Kommentar

Fortschritt mit Schönheitsfehlern

Von Sunna Gieseke Veröffentlicht:

Sie wurde als großer Fortschritt für Psychotherapeuten gefeiert: Eine Mindestquote von 20 Prozent sollte die Zahl der Sitze für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie flächendeckend erhöhen und damit die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen sicherstellen.

Nach der Euphorie kam dann aber der Dämpfer: Weit über ein Jahr später hat immer noch kein psychisch krankes Kind von diesem Beschluss profitieren können. Denn das Gesetz, das durch das Bundesministerium für Gesundheit auf den Weg gebracht wurde, trat bereits im Januar 2009 in Kraft. Dann wurde es vom Bundesausschuss umgebogen und so von der Bundesregierung genehmigt - und zum Schluss blieb nicht mehr viel von dem einst gefeierten Gesetz übrig.

Unverständlich zum einen, da der Erweiterte Bewertungsausschuss im September 2009 für 2010 zusätzliche Mittel von 40 Millionen Euro für die Versorgung psychisch kranker Menschen beschlossen hat. Und diese dienen auch der Umsetzung der Mindestquote. Unverantwortlich zum anderen, denn schließlich geht es um die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Und viele von ihnen müssen weiterhin lange auf einen Behandlungsplatz warten.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Lange Wartezeiten, weite Anfahrtswege

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Fettleibigkeit beginnt im Gehirn

Adipositas: Wechselspiel zwischen Genetik, Hirn und Mikrobiom

Damit die Behandlung anschlägt

Intensivierung bei therapieresistenter Hypertonie: Wie vorgehen?

Mythos mit Nebenwirkungen

Verdacht auf Histaminintoleranz: Wie Sie jetzt vorgehen

Lesetipps