Personalsuche für den GBA

Frauenverbände begrüßen Neustart

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BERLIN. Die Ablehnung der beiden Kandidaten Uwe Deh und Lars Lindemann als unparteiische Mitglieder für den Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) wird vom Deutschen Ärztinnenbund (DÄB) und vom Deutschen Juristinnenbund (djb) begrüßt.

Die Chance für eine stärkere Beteiligung von Frauen und die Einbeziehung von ärztlichem Sachverstand sei nun neu eröffnet, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung beider Verbände.

"Der GBA stellt für die medizinische Versorgung in Deutschland ein eminent wichtiges und hoch angesehenes Gremium dar. Es ist essentiell, dass der GBA ausgewogen, geschlechtergerecht und plural auch in der Führungsebene besetzt wird", so die Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes Ramona Pisal und die Präsidentin des Deutschen Ärztinnenbundes Dr. Christiane Groß.

Die Trägerorganisationen des Gemeinsamen Bundesausschusses sollten diese Chance der Nachbesserung in den nächsten Wochen gut nutzen, heißt es.

Der Gesundheitsausschuss des Bundestages hatte es kürzlich einstimmig abgelehnt, der Berufung des früheren stellvertretenden Vorsitzenden des AOK-Bundesverbandes Uwe Deh sowie des FDP-Politikers und Hauptgeschäftsführers des Spitzenverbands der Fachärzte (SpiFa), Lars Lindemann, als unparteiische Mitglieder des Gemeinsamen Bundesausschusses zuzustimmen.

Die Abgeordneten hegten Zweifel an der Unparteilichkeit der beiden Kandidaten. (chb)

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