Berufspolitik

Freie Ärzteschaft fordert von FDP Stopp der E-Card

Veröffentlicht: 15.06.2010, 05:00 Uhr

KÖLN (akr). Der Präsident der Freien Ärzteschaft Martin Grauduszus fordert in einem Brief an die FDP-Bundestagsabgeordneten und hochrangige FDP-Funktionäre, alle Bestrebungen zur obligatorischen Online-Aktualisierung der Versichertenstammdaten in Arztpraxen zu stoppen. Nach Informationen der Freien Ärzteschaft will das BMG in Kürze ein enstprechendes Vorhaben auf den Weg bringen. Das wäre ein Durchbruch für die elektronische Gesundheitskarte, fürchtet die Organisation. "Hier wird ein Glaubwürdigkeitsverlust produziert, wie er wohl nur im Biotop einer als solchen immer mal wieder apostrophierten 'Umfaller-Partei‘ entstehen kann", schreibt Grauduszus. Er erinnert daran, dass die FDP im Wahlkampf immer wieder klar Position gegen die E-Card bezogen hat. Sollte sich die FDP nun nicht von dem Projekt verabschieden und die Pläne für die Aktualisierungspflicht kassieren, würden die Ärzte bundesweit Protestaktionen organisieren, kündigt Grauduszus an.

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