GBA will gleiche Spielregeln für Innovationen

BERLIN (hom). Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA) strebt gleiche Regeln für die Zulassung neuer Therapien im stationären und ambulanten Sektor an. Als Hebel könnten Evidenzstudien dienen, wie sie jetzt für die Brachytherapie beim Prostatakarzinom möglich sind.

Veröffentlicht:

Die Brachytherapie ist eine Form der Strahlentherapie. Dabei werden über Hohlnadeln millimetergroße radioaktive Körner ins Innere der Prostata eingeschossen, die den Tumor bestrahlen. Wegen unzureichender Studienlage konnten bislang jedoch keine Belege für eine Überlegenheit, Unterlegenheit oder Gleichwertigkeit der Brachytherapie im Vergleich zu anderen Behandlungsformen bei Prostatakrebs gefunden werden.

Die Brachytherapie kann stationär oder ambulant erbracht werden. Als Krankenhausleistung wird sie von den Kassen erstattet. Als Leistung der ambulanten GKV-Versorgung ist die Therapie dagegen nicht zugelassen - es sei denn, der Versicherte ist bei einer Kasse eingeschrieben, die für die Kosten im Rahmen eines Vertrages zur integrierten Versorgung aufkommt.

Ein Lösungsweg für den ungleichen Umgang mit vermeintlich innovativen Therapien im Krankenhaus und im ambulanten Sektor könnten nach Einschätzung des GBA-Vorsitzenden Dr. Rainer Hess Evidenzstudien sein, wie sie jetzt für die Brachytherapie möglich sind. Hess sprach von einem "Modell für sehr teure Behandlungen". An der Studie teilnehmenden Patienten sollen die Therapiekosten in Höhe von bis zu 8000 Euro erstattet werden - unabhängig davon, wo die Behandlung erbracht wird.

Lesen Sie dazu auch: GBA ebnet Weg für sektorübergreifende Evidenzstudien

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

© KVNO

Schnell und sicher

Hybrid-DRG Plus: Ambulante Operationen per Mausklick abrechnen

Anzeige | Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Symposiums v.l.n.r.: Professor Karl Broich (BfArM), Dr. Jürgen Malzahn (AOK-Bundesverband), Dr. Christine Mundlos (ACHSE e.V.), Hauke Gerlof (Ärzte Zeitung), Dr. Johanna Callhoff (DRFZ), Professor Christoph Schöbel (Ruhrlandklinik, Universitätsmedizin Essen), Privatdozent Dr. Christoph Kowalski (Deutsche Krebsgesellschaft), Dr. Peter Kaskel (Idorsia)

© Thomas Kierok

ICD-11: Die Zeit ist reif für die Implementierung

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Idorsia Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Abb. 1: Bei erfolgreich therapierter Sialorrhö ist Teilhabe wieder leichter möglich

© Olesia Bilkei / stock.adobe.com [Symbolbild]

Glycopyrroniumbromid bei schwerer Sialorrhö

Wirtschaftliche Verordnung durch bundesweite Praxisbesonderheit

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Proveca GmbH, Düsseldorf
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

US-Analyse

Was Bewegung bei diesen sieben Krebsarten bringt

Herzinsuffizienz

HFrEF-Therapie: Was bringen Digitoxin und Vericiguat?

Lesetipps
Der Arzt bereitet die epidurale Injektion vor.

© karrastock / stock.adobe.com

Kontroverse um epidurale Injektionen

Spritzen an der Wirbelsäule: Welche Empfehlungen jetzt für die Praxis gelten