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IQVIA

GKV-Arzneiausgaben steigen um 4,2 Prozent

788 Millionen Euro Mehrausgaben verzeichnet die GKV im ersten Halbjahr für Arzneimittel.

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FRANKFURT/MAIN. Die Arzneimittelausgaben in der GKV sind im ersten Halbjahr des Jahres um 4,2 Prozent auf 19,7 Milliarden Euro gestiegen. Das hat das Beratungsunternehmen IQVIA (ehemals IMS Health) mitgeteilt. Berücksichtigt sind dabei die Abschläge von Herstellern und Apotheken, nicht aber die Einsparungen aus Rabattverträgen.

Die Zahl der zu Lasten der Kassen abgegebenen Packungen stieg dabei um ein Prozent auf 358 Millionen. Die Mehrausgaben addieren sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 788 Millionen Euro.

Die Marktsegmente haben sich in den ersten sechs Monaten unterschiedlich entwickelt. Der Umsatz von Generika hat um 4,2 Prozent zugelegt, der von patentgeschützten Präparaten hingegen um 10,6 Prozent. Dagegen schrumpfte der Umsatz von nicht mehr geschützten Originalen und Zweitanbietern um 14,1 Prozent.

Ähnlich heterogen stellt sich die Entwicklung im Versandhandel dar. Der Gesamtumsatz wuchs im ersten Halbjahr um sieben Prozent auf 608 Millionen Euro. Im rezeptfreien Segment beträgt der Zuwachs 9,4 Prozent (457 Millionen Euro), bei verschreibungspflichtigen Medikamenten hingegen stagniert der Umsatz nahezu (0,4 Prozent, 151 Millionen Euro). 64,3 Millionen Packungen sind via Versandhandel geordert worden, lediglich 4,2 Millionen von ihnen waren rezeptpflichtige Medikamente.

Deutlich zugelegt haben die Einsparungen der Kassen durch Zwangsabschläge und Erstattungsbeträge – letztere werden als Folge der frühen Nutzenbewertung neuer Arzneimittel zwischen Hersteller und GKV-Spitzenverband vereinbart. Die Herstellerabschläge legten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 um fast 25 Prozent auf 2,14 Milliarden Euro zu.

In der GKV machen Erstattungsbeträge mittlerweile 60 Prozent der gesamten Einsparsumme aus, das sind neun Prozentpunkte mehr als vor Jahresfrist. Die PKV-Unternehmen profitieren ähnlich stark von den gesetzlichen Sparinstrumenten, die sich auf 334 Millionen Euro addieren, 23,1 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Nur geringfügig gestiegen sind dagegen die Apothekennachlässe, und zwar auf 571 Millionen Euro (0,6 Prozent). (fst)

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