Kommentar

Geduld ist gefragt

Die Personaluntergrenzen in den Krankenhäusern sind ein Aufregerthema. Für die Verweigerungshaltung der DKG gibt es Gründe.

Von Anno Fricke Veröffentlicht: 02.09.2019, 15:17 Uhr

Pflegepersonaluntergrenzen auf Intensivstationen, der Schlaganfallversorgung und Herzchirurgien? Das klingt prima. Zu pflegende Patienten dürfen nicht unterversorgt bleiben.

Aufregung darüber, dass sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft schon zum zweiten Mal einer Vereinbarung über Untergrenzen für bestimmte Klinikbereiche verweigert, verbietet sich gleichwohl.

Diese Untergrenzen wird nun der Bundesgesundheitsminister ebenfalls zum zweiten Mal per Verordnung einziehen. Sie markieren rote Linien. Eine Garantie für gute Versorgung sind sie deshalb noch nicht.

Im Gegenteil: Die Pflegeschlüssel schränken wegen Personalmangels das Intensivbettenangebot sogar ein.

Die Entwicklungen bei der Personalbemessung laufen derzeit asynchron nebeneinander her. Noch ist zum Beispiel der Ansatz nicht scharf geschaltet, Untergrenzen auf die gesamten Häuser zu beziehen. Die Initiative von DKG, Verdi und Deutschem Pflegerat, ein alternatives Personalbemessungsinstrument zu schaffen, steht noch aus. Schelte ist wohlfeil, Geduld ist gefragt.

Lesen Sie dazu auch: Pflegepersonaluntergrenzen: Selbstverwaltung verpasst Einigung

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