IKK Südwest

Gegen Zuschuss für Apple Watch und Co.

Krankenkassen sollten keine Lifestyle-Produkte wie Apple Watch und Co. bezuschussen, findet die IKK Südwest - und kritisiert damit das Gebaren einer AOK.

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SAARBRÜCKEN. In der aktuellen Diskussion um Zuschüsse von Krankenkassen an Versicherte für den Kauf von elektronischen Fitnessmessern wie Apple Watch und Co. hat sich nun die IKK Südwest zu Wort gemeldet.

Die Kasse hält nichts von solchen Boni, wie die AOK Nordost sie gewährt. "Wir lehnen grundsätzlich die finanzielle Bezuschussung von Lifestyle-Produkten durch die Solidargemeinschaft der gesetzlichen Krankenversicherung ab", erklärte Vorstand Roland Engehausen.

Die IKK Südwest sehe Tarifangebote mit Rabatten für gesundheitliches Wohlverhalten, die dann über laufende Aktivitätsprofile eines Fitnesstrackers überprüft werden, sehr kritisch, heißt es weiter.

Nicht jeder Versicherte könne oder wolle sich und sein Gesundheitsverhalten mit einer solchen Funktion überprüfen - gerade chronische Kranke oder ältere Versicherte mit schlechtem Gesundheitszustand wären von einem Rabatt ausgeschlossen, führt Engehausen aus: "Das widerspricht unserer Auffassung von der Solidargemeinschaft in der Gesetzlichen Krankenversicherung."

Kritik kommt auch aus der Politik

Schon aus der Politik kam Kritik an den Zuschüssen. Der Bonus sei "fragwürdig", sagte der SPD-Gesundheitspolitiker Professor Karl Lauterbach dem "Spiegel".

Und Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) mahnte, jeder müsse wissen, dass mit solchen Apps persönliche Daten ins Internet gelangen könnten, die nicht ausdrücklich geschützt seien.

Als erste Krankenkasse bezuschusst die AOK Nordost den Kauf solcher Fitnessmesser. (eb)

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