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Gentests an Embryonen: FDP contra Merkel

FRANKFURT/MAIN (eb). In der neu entflammten Debatte um die Präimplantationsdiagnostik (PID) stellt sich die FDP gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ein grundsätzliches Verbot der PID werde sie nicht akzeptieren, sagte die FDP-Fraktionschefin Birgit Homburger der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

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Angela Merkel und Birgit Homburger: unterschiedliche Linien bei der PID.

Angela Merkel und Birgit Homburger: unterschiedliche Linien bei der PID.

© dpa

Homburger äußerte zugleich aber den Wunsch, nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen: "Ich würde es bevorzugen, beim Thema PID eine Lösung mit unserem Koalitionspartner zu finden". Sollte dies aber nicht möglich sein, so Homburger, werde man "die Sache mit Initiativen aus der Mitte des Parlaments regeln".

Eine vollständige rechtliche Freigabe von Gentests an präimplantierten Embryonen, mit denen etwa "die Augenfarbe eines Kindes ausgesucht werden kann", lehnte sie allerdings ab.

Merkel hatte sich am vergangenen Wochenende für ein striktes Verbot der PID ausgesprochen. Daraufhin war ein Streit in der schwarz-gelben Koalition über die künftige Neuregelung des Embryonenschutzgesetzes entbrannt. Anfang der Woche wurden Forderungen aus der FDP, aber auch aus der Union laut, bei dieser Entscheidung den Fraktionszwang aufzuheben.

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