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Kommentar

Gerechtes Honorar - der Trend stimmt

Ilse SchlingensiepenVon Ilse Schlingensiepen Veröffentlicht:

Mit der Analyse zur Honorargerechtigkeit hat sich die KV Westfalen-Lippe (KVWL) auf heikles Terrain vorgewagt und Mut gezeigt. Angesichts der Unzufriedenheit vieler Ärzte mit der Honorarsituation lösen gute Nachrichten zum Thema häufig eher Unglauben als Freude aus - und Ärger über den Überbringer.

Die KVWL hat zwei Aspekte in den Mittelpunkt ihrer Untersuchung gestellt: das Verhältnis zwischen dem Durchschnittshonorar von Haus- und Fachärzten und dem Gehalt eines Oberarztes am Krankenhaus auf der einen und die Entwicklung der Honorarschere zwischen den Versorgungsbereichen auf der anderen Seite.

Der Vergleich der Jahre 2006 und 2009 zeigt, dass die Entwicklung bei beiden Aspekten in eine positive Richtung gegangen ist. Der Abstand zwischen niedergelassenen und Klinikärzten ist beim Durchschnittshonorar gesunken, auch zwischen Haus- und Fachärzten hat sich die Schere etwas geschlossen.

Aber in beiden Bereichen bleibt eine Lücke. Die Ergebnisse zeigen, dass die KV bei der Honorargerechtigkeit Fortschritte gemacht hat. Sie zeigen aber auch, dass noch einiges zu tun bleibt. Dem Vorwurf der wachsenden Honorarungerechtigkeit kann die KVWL nun mit Zahlen begegnen.

Lesen Sie dazu auch den Hintergrund: Honorarlücke in Westfalen-Lippe kleiner geworden

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