Medica

Globalisierung treibt die Besucherzahlen

Die Gesundheitswirtschaft richtet sich immer stärker international aus. Das ist einer der Trends der Medica 2013. Ein weiterer: Die Versorgung von Patienten wird immer stärker von der Informationstechnik unterstützt.

Veröffentlicht:

DÜSSELDORF. "Länderübergreifend gute Geschäftskontakte werden für die Hersteller von Medizintechnik und Medizinprodukten immer wichtiger. Denn nur wer international gut aufgestellt ist, kann Schwächen einzelner Märkte kompensieren und langfristig vom global betrachtet wachsenden Markt profitieren."

Diese "zentrale Botschaft" zieht die Messe Düsseldorf laut Pressemitteilung aus den vier Tagen der weltgrößten Medizinmesse von Mittwoch bis Samstag der vergangenen Woche.

Die Messegesellschaft kann mit diesem Trend offenbar sehr gut leben: Mehr Aussteller als im vergangenen Jahr, und auch mehr Fachbesucher seien zur Medica 2013 und zur parallel laufenden Zulieferermesse Compamed gekommen, hieß es.

Mehr als die Hälfte der gut 132.000 Fachbesucher (Vorjahr: 130.600) waren internationale Besucher, die aus mehr als 120 Nationen anreisten.

Sie informierten sich bei den 4.641 Ausstellern aus 66 Nationen über die gesamte Bandbreite an Neuheiten für eine gute und effiziente medizinische Versorgung - von Medizintechnik und Elektromedizin, Labortechnik, Physiotherapieprodukten und Orthopädietechnik bis hin zu Health IT.

"Gerade aus den für die Medizintechnik-Industrie besonders interessanten Schwellenländern wie etwa dem asiatischen Raum, aus Indien, aus Russland oder auch aus Südamerika und China beobachten wir in den letzten Jahren ein immer stärkeres Besucherinteresse", kommentiert Joachim Schäfer, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, die Ergebnisse in der Pressemitteilung.

Die Medica sei mit ihrem konkurrenzlos hohen Internationalitätsgrad als führende Plattform für das weltweite "MedTech"-Business "bestens positioniert".

Neues Konzept für den begleitenden Kongress

Um der in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegenen Zahl der internationalen Besucher nicht nur mit dem Fachmesse-, sondern auch mit dem Tagungsangebot gerecht zu werden, hatte die Messegesellschaft das bisherige Kongressprogramm zur Medica komplett überarbeitet. Das neue Konzept habe an allen Veranstaltungstagen eine gute Teilnehmerresonanz gehabt, so die Messegesellschaft.

Schwerpunkte des Programms waren zum einen Kurse für die ärztliche Fortbildung zu allgemeinmedizinischen Themen, aber auch Praxiskurse am Gerät, zum anderen wissenschaftlich anspruchsvolle und mit hochkarätigen Rednern besetzte Seminare zu Fokusthemen.

Die Vorträge waren bilingual (deutsch-englisch) ausgelegt und vermittelten aktuelle Aspekte zu Gendermedizin, Infektiologie, Hygiene und personalisierte Medizin.

Ab 2014 soll die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM), mit mehr als 22.000 Mitgliedern eine der größten medizinischen Fachgesellschaften Europas, Partner für die inhaltliche Durchführung des Kongressteils der Messe werden.

Die von den Ausstellern präsentierten Neuheiten deuten nach Einschätzung der Messe Düsseldorf eindeutig auf eine immer stärkere IT-Durchdringung des gesamten Gesundheitsbereichs (inklusive der Patienten) hin.

Beispielhaft zu nennen seien zahlreiche Wireless-Lösungen für das Echtzeit-Monitoring von Patienten und kompakte Telemedizin-Anwendungen. Die Palette an handlichen und leichtbedienbaren Geräten zur Messung verschiedenster Körperparameter wächst rasant. Die Datenauswertung übernehmen jeweils Smartphone oder Tablet-PC mittels entsprechender Health-Apps.

Für Aufsehen habe im Health-IT-Bereich die Präsentation eines neuartig ausgestalteten Krankenhausinformationssystems (KIS) gesorgt. Unter dem Label "United Web Solutions" haben mehrere Anbieter von Spezialsoftware gemeinsam ein modernes, internetbasiertes und cloudfähiges System entwickelt.

Lösungen wie die nun vorgestellte könnten geeignet sein, den speziell in Deutschland als "festgefahren" beschriebenen KIS-Markt aufzubrechen.

Ebenfalls auffällig sei die Vielzahl der Neuheiten für die medizinische Bildgebung, vorrangig im Bereich Ultraschall. Ob günstiges Einsteigergerät mit Premium-Funktionen der nächsthöheren Klasse oder High-End-System für anspruchsvolle Anwendungen als Alternative zum CT- oder MRT-Screening - das Spektrum des Einsatzes von Ultraschall wächst weiter. (ger)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Frühe Nutzenbewertung

Mangels geeigneter Studie: Kein Zusatznutzen für Avacopan

Das könnte Sie auch interessieren
Der Gesundheitsdialog

© Janssen-Cilag GmbH

J&J Open House

Der Gesundheitsdialog

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

© Springer Medizin

Johnson & Johnson Open House-Veranstaltung am 26. Juni 2025 beim Hauptstadtkongress

Impulse für den medizinischen Fortschritt: Welches Mindset braucht Deutschland?

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
J&J Open House beim Hauptstadtkongress

© [M] Springer Medizin Verlag

Video zur Veranstaltung

J&J Open House beim Hauptstadtkongress

Kooperation | In Kooperation mit: Johnson & Johnson Innovative Medicine (Janssen-Cilag GmbH)
Kommentare
* Hinweis zu unseren Content-Partnern
Dieser Content Hub enthält Informationen des Unternehmens über eigene Produkte und Leistungen. Die Inhalte werden verantwortlich von den Unternehmen eingestellt und geben deren Meinung über die Eigenschaften der erläuterten Produkte und Services wieder. Für den Inhalt übernehmen die jeweiligen Unternehmen die vollständige Verantwortung.
Sonderberichte zum Thema

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Mehr als ein oberflächlicher Eingriff: Die Krankenhausreform verändert auch an der Schnittstelle ambulant-stationär eine ganze Menge.

© Tobilander / stock.adobe.com

Folgen der Krankenhausreform für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte

Die Klinikreform bringt Bewegung an der Schnittstelle zwischen Praxen und Krankenhäusern

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: der Deutschen Apotheker- und Ärztbank (apoBank)
Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

© metamorworks / Getty Images / iStock

Krebsmedizin auf neuen Wegen

Angepasste Endpunkte, moderne Studiendesigns und ungelöste Herausforderungen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pfizer Pharma GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Versteckte Zucker

Wie Fruktose den Nieren schadet

Lesetipps
Urinprobe für Harnsäuretests im Labor zur Feststellung von Anomalien im Urin.

© kittisak / stock.adobe.com

Treat-to-Target-Strategie

Gicht: Mit der Harnsäure sinkt auch das kardiovaskuläre Risiko