Kommentar – Bund-Länder-AG

Grenzenlose Versorgung

Von Wolfgang van den BerghWolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Mehr und neue Aufgaben für Kliniken, eine gemeinsame fachärztliche Versorgung und eine bessere Koordination zwischen Hausärzten und Pflegediensten. Das sind die wesentlichen Punkte eines Arbeitsentwurfs, der als Grundlage für ein Eckpunktepapier der Bund-Länder-Arbeitsgruppe dienen soll.

Das Papier, das der „Ärzte Zeitung“ vorliegt, ist zwar mit der Leitungsebene des Bundesgesundheitsministeriums nicht abgestimmt, dürfte aber dort wohlwollend aufgenommen werden. Warum?

Beispiel Kliniken: Die Meldungen sind noch frisch, dass wieder mehr Kliniken rote Zahlen schreiben. Das zeigt der beim Hauptstadtkongress vorgestellte Krankenhaus Rating Report 2019. Die Zeit drängt. Das bedeutet: kein Erhalt von Kliniken um jeden Preis, sondern Flexibilität und Teilübernahme des Sicherstellungsauftrags.

Beispiel Facharztversorgung: einheitlicher Leistungskatalog, gleiche Vergütung bei gleicher Qualität – nicht verkehrt, aber wohl das dickste Brett. Fraglich, ob sich das BMG mit einer Rechtsverordnung so weit aus dem Fenster lehnen will. Beispiel Hausärzte: Kaum Grund zu streiten.

Erstes Fazit: Alles neu? Nicht unbedingt. Offenbar haben die Gedanken der Sachverständigen interessierte Abnehmer gefunden.

Lesen Sie dazu auch: Bund-Länder-AG: Kliniken für ambulante Behandlung öffnen

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