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MRE

Grenzüberschreitendes Bündnis geschlossen

Die Universitätsmedizin Greifswald, die Techniker Kasse und der größte private Klinikbetreiber in Polen formieren sich gemeinsam im Kampf gegen multiresistente Erreger.

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GREIFSWALD. Mecklenburg-Vorpommern will im Kampf gegen multiresistente Erreger (MRE) in Zukunft enger mit den Nachbarn in Polen zusammenarbeiten.

Ein entsprechendes Kooperationsabkommen haben die Universitätsmedizin Greifswald, die Techniker Krankenkasse (TK) und der größte private Klinikbetreiber und Anbieter medizinischer Dienstleistungen in Polen, das EMC Medical Institute, vereinbart.

Langfristig erhoffen sich die Partner eine Senkung der MRE-Raten in der Grenzregion. Dazu sollen im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes ein Qualitätsnetzwerk für das MRE-Management gegründet und darüber hinaus ein Frühwarnsystem etabliert werden.

Auch gemeinsame Fort- und Weiterbildungen, Personalaustausch, Aufklärung der Öffentlichkeit sowie Kontrolle und Evaluation sind geplant. "Infektionen mit MRE belasten auf der einen Seite die Patienten, bedrohen aber auch den Gesundheitsstandort Mecklenburg-Vorpommern und bergen konkret für die Leistungserbringer, insbesondere Krankenhäuser, ein finanzielles Risiko.

Jede Infektion verursacht bei uns bis zu 20 000 Euro Mehrkosten pro Patient", begründete Mecklenburg-Vorpommerns TK-Leiter Professor Volker Möws das Engagement.

Hoffnung auf weitere Kiniken, die sich anschließen

Die Universitätsmedizin Greifswald hofft, dass sich in Zukunft möglichst viele Krankenhäuser an dem Projekt beteiligen werden. Das Problem: Kliniken, die wie die Universitätsmedizin mit strengeren Hygieneauflagen mehr Sicherheit schaffen, tragen die Mehrkosten etwa für ein vorsorgliches Screening bislang allein.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt dieses Screening bei Vorliegen von zwei Risikofaktoren. Greifswald dagegen screent schon beim ersten Risikofaktor.

Das EMC Medical Institut mit Sitz in Wroclaw betreibt acht Krankenhäuser und 16 Medizinische Versorgungszentren. Die Universitätsmedizin Greifswald und die Techniker Krankenkasse engagieren sich schon seit mehreren Jahren bereits im Projekt Hicare (Health, Innovative Care and Regional Economy), einem regionalen Aktionsbündnis gegen multiresistente Erreger im Nordosten. Daran sind bislang mehr als 40 Partner beteiligt.

Dieses Netzwerk will die grenzüberschreitenden Kooperationen ausweiten - und das nicht nur in Richtung Polen, sondern zum Beispiel auch mit der niederländischen Region Groningen, die in der Bekämpfung multiresistenter Bakterien als sehr erfolgreich gilt. (di)

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