Nordosten

Grundversorger sollen gestärkt werden

Fachärzte in der Grundversorgung sollen eine reine Einzelleistungsvergütung zu festen Preisen bekommen, fordert die KV Mecklenburg-Vorpommern.

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SCHWERIN. KV und Krankenhausgesellschaft in Mecklenburg-Vorpommern fordern gemeinsam eine Stärkung der medizinischen Grundversorger auf dem Land und eine Abkehr von der "Politik der Spezialisierung". Derzeit sehen sie zu wenig Anreize für junge Ärzte, sich für die Grundversorgung im ambulanten und stationären Bereich zu interessieren.

"Die Grundversorger haben die übervollen Wartezimmer und müssen auch deshalb besser bezahlt werden", sagte KV-Vorstand Fridjof Matuszewski.

Als Beispiele nannte er HNO-, Augen- und Frauenärzte, die "die Hauptlast der Versorgung in der Fläche" trügen. Als Lösung schlug er eine Einzelleistungsvergütung zu festen Preisen vor.

Ähnlich problematisch schätzt Wolfgang Gagzow von der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern (KGMV) die Lage der kleinen Krankenhäuser, die wohnortnah die Grundversorgung übernehmen, ein. Ohne Spezialisierungen auf bestimmte Krankheitsbilder, die in großen Mengen erbracht werden müssen, könnten die Krankenhäuser auf dem Land nur schwer überleben.

"Die von der Koalition angedachten Selektivverträge würden diese Situation extrem verschlimmern", warnte der KGMV-Geschäftsführer.

Die von der Politik angedachte Vier-Wochen-Frist für Arzttermine halten beide für ein "Ablenkungsmanöver" vom eigentlichen Problem. Gefragt seien stattdessen "schlüssige Konzepte" zur Förderung der Grundversorgung. (di)

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