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Kommentar zu MVZ: Gut, aber zu langsam

Gut, aber zu langsam

Helmut LaschetVon Helmut Laschet Veröffentlicht:

Medizinische Versorgungszentren sind eine geeignete Organisationsform, vor allem auf dem Land den raschen Zugang zu ärztlicher Behandlung zu sichern und Wartezeiten im Vergleich zur Einzelpraxis zu mindern.

Enge Kooperation mit Kliniken, weiteren Fachärzten und nichtärztlichen Heilberufen verspricht besser organisierte Behandlungsabläufe in den Zentren.

Das erkennt die KBV in ihrem jüngsten MVZ-Survey an, der den Stand der Dinge von Ende 2010 wiedergibt. Somit dürfen diese Zentren als eine der wichtigen Optionen gelten, durch Flexibilität und höhere Effizienz den absehbaren Ärztemangel zu lindern.

Ähnlich sieht das der Sachverständigenrat, der sich in seinem vor zwei Wochen erschienen Gutachten schwerpunktmäßig mit dem Wettbewerb an den Schnittstellen des Gesundheitssystems auseinandergesetzt hat.

Tatsache ist aber auch: Mit nur etwa 40 Neugründungen pro Quartal und einer nur langsam wachsenden Betriebsgröße - derzeit nur gute fünf Ärzte pro MVZ - läuft der Fortschritt schneckenhaft.

Nicht zuletzt hat der Gesetzgeber Investitionshemmnisse geschaffen: für fremde Kapitalgeber, für deren Negativeinfluss auf ärztliche Therapiefreiheiten die Sachverständigen kein Indiz sehen.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Land-MVZ sind die Kooperations-Könige

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