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Kommentar zur ambulanten Pflege

Gute Pflege – egal wo!

Die Barmer fordert einen Qualitätscheck für alternative Wohnformen in der Pflege. Denn die Ambulantisierung ist nicht mehr aufzuhalten.

Wolfgang van den BerghVon Wolfgang van den Bergh Veröffentlicht:

Die Qualität in der Pflege darf nicht mit zweierlei Maß gemessen werden. Das ist die Quintessenz, die aus dem am Donnerstag vorgestellten Barmer Pflegereport 2019 abzuleiten ist.

Die Kasse legt den Fokus auf neue Betreuungsformen – primär auf betreute Wohnanlagen und Pflege-Wohngemeinschaften. Soll auch für sie künftig der Pflege-TÜV gelten?

Barmer und AOK sprechen hier von einer Regelungslücke und fordern mehr Kontrollmöglichkeiten für die neuen Wohnformen. Das wäre sicherlich wünschenswert. Die Realität in puncto Regulierung ist jedoch ein bundesweiter Flickenteppich.

Beispiel Pflege-WG: Zwar gilt in fast allen Bundesländern eine Melde- und Anzeigepflicht für solche Einrichtungen, bei den räumlichen Anforderungen oder den Personalvorgaben gibt es aber keine klare Linie.

Ganz zu schweigen von den Sonderformen „Seniorengemeinschaften“, „Wohnen plus“, „betreute Wohnzonen“ oder andere Misch-(Pflege-)formen. Wenn es dann noch Indizien für Pflegemängel in solchen Einrichtungen gibt, gehört das Thema dringend auf die Agenda– allein zum Wohle der Bewohner.

Die Ambulantisierung der Pflege schreitet voran. Neue Wohnformen sind eine Alternative, die sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren, aber nicht um jeden Preis.

Schreiben Sie dem Autor: vdb@springer.com

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