Forderung

Hartmannbund: Reformen im Gesundheitssystem angehen!

Nach dem Fokus auf Corona ist es an der Zeit, sich wieder Themen wie der Reform der Notfallversorgung, der Klinikstrukturen und Neujustierung der Gesundheitsberufe zu widmen. Dazu fordert der Hartmannbund auf.

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Berlin. Nachdem Kliniken und Praxen langsam zu einer gewissen Normalität zurückkehren, müsse die Politik sich jetzt auch wieder wichtigen Reformthemen des Gesundheitssystems zuwenden, fordert Dr. Klaus Reinhardt, Vorsitzender des Hartmannbundes.

Bei der Reform der Notfallversorgung beispielsweise trete man auf der Stelle. Hier sei man bisher noch immer nicht über einen Referentenentwurf hinausgekommen, kritisiert Reinhardt, der auch Präsident der Bundesärztekammer ist.

Wer finanziert Klinikpuffer?

Dringend notwendig sei ebenso, sich intensiv dem Thema versorgungsgerechter Krankenhausstrukturen zuzuwenden. Hier gelte es, das richtige Gleichgewicht zwischen notwendigen Strukturmaßnahmen und adäquater Patientenversorgung zu finden.

„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass wir einen gewissen Puffer an Klinikkapazitäten brauchen. Nur dürfen wir die Krankenhäuser nicht damit belasten, diesen gesellschaftlich gewollten Überhang über ihren ausgelasteten Bereich mitzufinanzieren. Das ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe!“, so Reinhardt.

Zur Neuausrichtung und Aufwertung der Gesundheitsberufe äußerte Reinhardt Gesprächsbereitschaft. Allerdings dürfe die zentrale medizinische Verantwortung der Ärztinnen und Ärzte bei der Versorgung ihrer Patienten nicht infrage gestellt werden. (ato)

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