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Hausärzte im Norden hoffen auf Honorarplus

BAD SEGEBERG (di). Die AOK Schleswig-Holstein stockt das Honorar für Schleswig-Holsteins Ärzte auf. Eine durchschnittliche Hausarztpraxis kann damit auf etwa 1000 Euro mehr im Quartal hoffen.

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"Das ist nicht viel, aber immerhin ein fühlbares Signal", sagte der stellvertretende KV-Vorstand Dr. Ralph Ennenbach. Vorausgegangen waren Honorarvereinbarungen zwischen der KV Schleswig-Holstein und der AOK für die Jahre 2006 bis 2008. Insgesamt zahlt die AOK für diese drei Jahre sechs Millionen Euro mehr. Dabei war eine Anhebung der Gesamtvergütung um die Veränderungsrate der beitragspflichtigen Einnahmen unstrittig. Hinzu kommt, dass die AOK die Notwendigkeit einer Stützung des Honorarverteilungsmaßstabes anerkannt hat.

Vergütung für Früherkennung ist noch strittig.

Um dies zu ermöglichen, verzichtete die AOK etwa auf Bereinigungsansprüche in der Integrationsversorgung. Mit den zusätzlichen Mitteln kann ab dem zweiten Quartal 2008 jede AOK-Leistung mit einem Mindestpunktwert von einem Cent bezahlt werden.

Außerdem wurden extrabudgetäre Punktwerte für belegärztliche und Leistungen des ambulanten Operierens vereinbart. Danach erhalten Ärzte für Leistungen nach Kapitel 36 des EBM 4,4 Cent, für übrige belegärztliche Leistungen 4,2 Cent. Für ambulante Operationen werden 4,7226 Cent (frühere Strukturvertragsleistungen) und 4,2 Cent für übrige Leistungen gezahlt. Eine feste Einzelleistungsvergütung wurde für die Strahlentherapie (4,1 Cent), für das Mammografiescreening (zwischen 4,5 und 5,1 Cent), für die Schmerztherapie und für Schutzimpfungen (jeweils 4,6 Cent) vereinbart. Keine Einigung gelang über die Einzelleistungsvergütungen für Früherkennungsmaßnahmen und Mutterschaftsvorsorge. Hier muss das Schiedsamt entscheiden. Die Verhandlungen mit den anderen Kassen laufen derzeit.

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