Berufspolitik

Hebammen erhalten höhere Vergütung

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BERLIN (fst). Der GKV-Spitzenverband und die Hebammenverbände haben sich auf eine Erhöhung der Vergütung geeinigt. Danach wird das Honorar für eine Geburt außerhalb der Klinik um 100 Euro pro Geburt erhöht. Zudem dürfen freiberuflich tätige Hebammen eine abgebrochene Entbindung, die in der Klinik weitergeführt wurde, künftig abrechnen. Im Juli ist die Prämie für die Haftpflichtversicherung bei Hebammen drastisch auf 3689 Euro gestiegen. Im Herbst soll es weitere Gespräche über Wegegeld und pauschalierte Entgelte für Geburtsvorbereitungs- und Rückbildungskurse geben.

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Uwe Schneider

Subventionierung der Risiken bei Hausgeburten?

Wieso steigen die Haftpflichtprämien der Hebamme so stark an? Vor allem wohl wegen der hohen Risiken von Hausgeburten im Vergleich mit Klinikgeburten. Im "Normalfall" mag eine Hausgeburt immer noch deutlich günstiger sein als eine Hausgeburt. Die Haftungriken einbezogen dürfte diese Rechnung aber nicht mehr aufgehen - von unnötigem menschlichen Leiden ganz abgesehen. Und nun soll dies - ein Anachronismus, der nicht dem Stand der medizinischen Wissenschaften entspricht - auch noch durch eine höhere Vergütung subventioniert werden? Immerhin: die Entscheidung für den Abbruch der Hausgeburt und die Weiterführung in der Klinik wird nun den Hebammen wenigstens auch finanziell leichter gemacht.


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