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Herdecke wird Zentrum für Kinderschmerz-Therapie

KÖLN (iss). Palliativmedizin und Schmerztherapie für Kinder werden fest in Forschung und Lehre verankert - zumindest an der Universität Witten/Herdecke.

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Zwei Mitarbeiterinnen eines Kinderhospizes kümmern sich um einen ihrer schwerkranken Patienten.

Zwei Mitarbeiterinnen eines Kinderhospizes kümmern sich um einen ihrer schwerkranken Patienten.

© Foto: cben

Dort ist der Lehrstuhl für Kinderschmerztherapie und pädiatrische Palliativmedizin eingerichtet worden. Lehrstuhlinhaber ist Privatdozent Dr. Boris Zernikow, Chefarzt an der Vestischen Kinder- und Jugendklinik Datteln. Nach Angaben der Universität ist der Vodafone Stiftungslehrstuhl der erste seiner Art weltweit.

In Datteln leitet Zernikow das Vodafone Stiftungsinstitut für Kinderschmerztherapie und Pädiatrische Palliativmedizin. Dort werde bereits geforscht und gelehrt. Die Hoffnung des Pädiaters: "Mit einem Lehrstuhl wird man stärker wahrgenommen."

Wie wichtig es ist, der pädiatrischen Palliativmedizin und Schmerztherapie eine Stimme zu geben, zeige die Diskussion über die spezialisierte ambulante Palliativversorgung. Sowohl im Sozialgesetzbuch als auch in der Richtlinie des Bundesausschusses werde nur darauf verwiesen, dass die besonderen Belange von Kindern berücksichtigt werden sollen. Das ist Zernikow zu wenig: "Wir brauchen pädiatrische Palliative Care Teams." Es müsse grundsätzlich entschieden werden, "ob wir eine kinderspezifische Medizin wollen. Dann müssen sich Ärzte entsprechend qualifizieren und davon auch leben können".

Lesen Sie dazu auch: "Lehrstuhl kann Wissenstransfer beschleunigen"

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