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Gesundheitsministerkonferenz

Holetschek: In Pflege droht Katastrophe

Damit Pflege auch künftig funktioniert, muss mehr Geld in die Hand genommen werden, fordert der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek. Ihm schwebt ein Gemeinschaftsbudget für ambulante und stationäre Pflege vor.

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Wie wird der Pflegejob wieder attraktiver? Neben ordentlicher Bezahlung müssen auch die Arbeitsbedingungen stimmen, meint Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

Wie wird der Pflegejob wieder attraktiver? Neben ordentlicher Bezahlung müssen auch die Arbeitsbedingungen stimmen, meint Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek.

© CHW / stock.adobe.com

Berlin. Der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU), hat in der Alten- und Krankenpflege vor einer „humanitären Katastrophe“ gewarnt und den Einsatz von deutlich mehr Geld für die Pflege gefordert. „Wenn wir die Abrechnungsmodalitäten an die erste Stelle setzen, es aber niemanden gibt, der sich um die Menschen kümmert, haben wir ein riesiges Problem. Aktuell laufen wir sehenden Auges in eine humanitäre Katastrophe“, sagte Holetschek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Samstag).

„Bislang ist Gesundheitspolitik ehrlich gesagt vor allem ein Thema der Finanzminister - das müssen wir ändern“, forderte der CSU-Politiker. „Wir brauchen in der Gesundheitspolitik einen großen Wurf. Die Pflege ist am Limit.“ Die Gesellschaft müsse sich klar darüber werden, was ihr die Pflege wert sei.

„Pflege sollte aus einem Topf finanziert werden“

„Selbstverständlich müssen wir mehr Geld in die Hand nehmen. Das Thema wird auf jeden Einzelnen zukommen, zuhause oder im Altenheim“, fügte er hinzu. „Ich würde am liebsten von einem Budget ausgehen, das unterschiedliche Leistungen abbildet: Stationäre und häusliche Pflege sollten aus einem Topf finanziert werden, für jeden nach Bedarf“, forderte Holetschek.

Mit Blick auf die prekäre Personalsituation in Kliniken und Heimen erklärte der bayerische Gesundheitsminister: „Bezahlung hilft, ist aber nicht das alles Entscheidende.“ Man brauche auch Wiedereinstiegsprogramme, die Rückkehrer nicht automatisch in den Schichtbetrieb zwängen.

Wichtig sei für Pflegekräfte auch Planbarkeit. „Es kann nicht sein, dass sie immer wieder aus ihrer Freizeit herausgeholt werden, weil auf den Stationen und in den Heimen Mangel herrscht. Dafür sollten Springer-Pools geschaffen werden, die bei Personalausfällen zur Verfügung stehen.“ (KNA)

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