Hotline geplant: Patienten sollen Nebenwirkungen von Arzneien melden

LONDON (dpa). Die Überprüfung von Medikamenten soll in Europa vom Sommer an wegweisend verbessert werden und unter anderem Patienten stärker mit einbeziehen.

Veröffentlicht:

Es handle sich um die wichtigsten rechtlichen Veränderungen bei der Arzneimittelkontrolle seit mindestens 18 Jahren, teilte die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) am Donnerstag in London mit.

Fünf Monate vor dem Inkrafttreten der EU-Gesetze im Juli sei man gerade dabei, den jeweiligen nationalen Behörden dabei zu helfen, solche und andere Regelungen umzusetzen.

Internet- und Telefonangebote für Patienten angedacht

So unterstützt die EMA nach eigenen Angaben EU-Länder und weitere Staaten dabei, Internet- oder Telefonangebote einzurichten, über die Patienten oder auch Krankenschwestern direkt Nebenwirkungen von Arzneien melden können.

Bisher könnten Nebeneffekte von Medikamenten in vielen Fällen nur über den Arzt an die jeweilige Behörde weitergeleitet werden.

In Zukunft werde bei den Kontrollen außerdem darauf geachtet, dass Risiken und Nutzen besser abgewogen werden.

Für Produkte, die bereits seit vielen Jahren auf dem Markt seien, gebe es neue Überwachungsvorgaben. Insgesamt solle die Kontrolle transparenter werden, hieß es.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Auswirkung auf Arzneiversorgung

Pharmaindustrie warnt vor Helium-Engpässen durch Irankrieg

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

© jarun011 / stock.adobe.com

Chronische lymphatische Leukämie

Acalabrutinib: TTNT-Update der AMPLIFY-Studie und RWE-Daten

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Potenzielle Schäden durch eine Influenza-Infektion an verschiedenen Organsystemen

© Springer Medizin Verlag

Impfen und Herzgesundheit

Mehr als nur Grippeschutz: Warum die Influenza-Impfung bei Menschen mit kardiovaskulären Erkrankungen so wichtig ist

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Sanofi-Aventis Deutschland GmbH, Frankfurt a. M.
Abb. 1: Mittlere Veränderung des DAS28-CRP bis Woche 52 gegenüber Ausgangswert (primärer Wirksamkeitsendpunkt)

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [2]

Anti-TNF-Therapie

Erstes Golimumab-Biosimilar erweitert Therapiespielräume bei RA, PsA, axSpA und pJIA

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Advanz Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Porträt

Wie eine Gynäkologin ihre Krebserkrankung in einem Comic verarbeitet

Herzinfarkt-Prävention

Diabetes: Grippeimpfung schützt das Herz!

Lesetipps
Maske

© Porträt: BVKJ | Spritze: Fiedels / stock.adobe.com

Sie fragen – Experten antworten

Mutter mit MS: Kind gegen MMR impfen?

Ein Mann zieht an einem riesigen Virus.

© freshidea / stock.adobe.com

Off-Label-Use möglich

Long-COVID-Therapie: So schätzt Hausarzt Maibaum den G-BA-Beschluss ein