Im Norden sollen gezielt junge Menschen über Organspenden aufgeklärt werden

KIEL (di). Schleswig-Holstein wirbt für mehr Aufmerksamkeit für Organspenden. Besonders junge Menschen sollen angesprochen werden.

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Gibt es eine Altersgrenze für Organspender? Was passiert, wenn ein Spender seine Meinung ändert? Weiß der Empfänger des Organs, wer gespendet hat? Antworten liefert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung im Internet. Nur: Die meisten Menschen kommen gar nicht erst auf die Seite, weil sie sich die Fragen nicht stellen. "Etwa ein Drittel der Bevölkerung hat sich noch nie mit dem Thema beschäftigt", sagte TK-Vorstandsmitglied Dr. Helmuth Dose beim Start der Aktion "Von Mensch zu Mensch - Organspende in Schleswig-Holstein".

Zusammen mit Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerin Dr. Gitta Trauernicht appellierte Dose an die Menschen im Norden, das Thema nicht länger zu verdrängen. Ziel ist es, mehr Menschen für die Organspende zu sensibilisieren. Die Initiative hat zwei Schwerpunkte:

  • Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und Verteilung von Spendeausweisen über Krankenhäuser und Ärztekammer, über Multiplikatoren wie Medien und Lehrer, über junge Künstler und Prominente sowie über Malwettbewerbe für Jugendliche
  • Fortbildungsveranstaltungen für Klinikpersonal an den fünf Schwerpunktkrankenhäusern im Norden, in denen über die Abläufe der Organspende, die Gerechtigkeit bei der Verteilung und über ethische Fragen informiert wird.

"Mit der Initiative wollen wir auch das Vertrauen in die Abläufe der Organspende stärken", kündigte Trauernicht an. Zur Auftaktveranstaltung gelang dies unter anderem durch Berichte von Empfängern und Angehörigen über ihr Leben vor und nach der Spende. In Schleswig-Holstein warten derzeit über 500 Patienten auf eine lebensrettende Organspende.

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