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Immer mehr Soldaten kehren mit Traumata heim

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BERLIN (bee). Die Zahl der Bundeswehrsoldaten, die nach einem Auslandseinsatz an einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) erkranken, ist deutlich gestiegen. Der FDP-Bundestagsabgeordneten Elke Hoff, die Mitglied im Verteidigungsausschuss ist, liegen Zahlen aus einer Anfrage an den Ausschuss vor. Danach wurden im ersten Halbjahr 2009 163 Fälle gezählt - in den ersten Monaten im Jahr 2008 waren es 125 Fälle.

Das ist eine Steigerung von mehr als 30 Prozent. Insgesamt litten 2008 245 Soldaten an einer PTBS. 2007 waren es 130 - die Dunkelziffer liegt wahrscheinlich höher. Typische Symptome sind Flashbacks, Angst, Depressionen und Suizidgedanken. Die PTBS tritt oft Wochen oder Monate nach dem Ereignis auf. Studien der US-amerikanischen und israelischen Militärpsychiatrie gehen davon aus, dass nach Kampfhandlungen 30 Prozent der Soldaten an einer PTBS erkranken.

Zur Behandlung von psychischen Störungen fehlen der Bundeswehr allerdings die Ärzte. 40 Planstellen in der Psychiatrie hält die Truppe vor, davon waren Ende 2008 nur 22 besetzt. Eine ähnliche Entwicklung gibt es auch in anderen Facharztgebieten: Bis Ende 2008 waren von den 802 fachärztlichen Stellen nur 585 besetzt. Besonders betroffen sind Anästhesie und Chirurgie. Den gravierenden Ärztemangel in der Truppe hatte in den vergangenen Tagen auch der Vorsitzende des Forums Sanitätsoffiziere, Wolfgang Petersen, beklagt (wir berichteten).

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