Direkt zum Inhaltsbereich

Brandenburg

Immer öfter fehlen Fachärzte

Augenärzte, Gynäkologen und Dermatologen werden in ländlichen Gebieten von Brandenburg dringend gesucht.

Veröffentlicht:

POTSDAM. Der Ärztemangel in Brandenburg verändert sich. Bei den Hausärzten gibt es nur noch einige Planungsbereiche, in denen Unterversorgung droht. Dagegen wächst die Zahl der Planungsregionen, in denen Fachärzte fehlen.

Als "Problemfachgruppe" bezeichnete der zuständige Vorstandsvize der KV Brandenburg (KVBB) Andreas Schwark die Augenärzte. Gleich in drei Planungsbereichen im Süden Brandenburgs hat der Landesausschuss für Augenärzte bestehende Unterversorgung festgestellt. Dort haben im vergangenen Jahr mindestens zwei Praxen ohne Nachfolger geschlossen (wir berichteten).

Die augenärztliche Versorgung hat sich aber auch in anderen Landesteilen weiter verschlechtert. So droht nach den Beschlüssen des Landesausschusses von KV und Krankenkassen nun in drei weiteren Planungsbereichen Unterversorgung mit Augenärzten.

Auch die ambulante gynäkologische Versorgung in Brandenburg ist weiter ausgedünnt. Hier sind zwei weitere Planungsbereiche im Norden des Landes als drohend unterversorgt eingestuft worden.

Immer kritischer steht es um die hautärztliche Versorgung. In der Prignitz besteht auf diesem Fachgebiet immer noch Unterversorgung. In zwei weiteren Regionen zeichnen sich nach Schwarks Angaben Praxisabgaben ab, unter anderem weil Ärzte langfristig erkrankt sind. Daher will die KVBB für diese beiden Regionen den Status der drohenden Unterversorgung beantragen.

Über Unterversorgung entscheidet der Landesausschuss anhand verschiedener Kriterien wie Altersstruktur der Ärzte und Einwohnerstruktur. Das Gremium ist bei seinen Entscheidungen Schwark zufolge nun etwas flexibler als bisher.

"Wir sind mit den Krankenkassen überein gekommen, dass von diesen Kriterien auch abgewichen werden kann, wenn stichhaltige Hinweise vorliegen, dass es in einer Planungsregion bald zu Veränderungen kommt", sagte Schwark bei der Vertreterversammlung am Freitag. Wenn drohende oder bestehende Unterversorgung feststeht, zahlen KV und Kassen Förderungen bis zu 50.000 Euro für die Niederlassung. (ami)

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

© Matt LaVigne | iStock

Neue in-vitro-Daten

DMykG 2025: So dringt Bifonazol effektiv in die Nagelplatte ein

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

© Irina Esau | Getty Images/iStockphoto

Fokus: Integrität der Haut

Bifonazol: Antimykotikum mit antientzündlicher Wirkung

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

© Prof. Dr. med. Hans-Jürgen Tietz

Pilzinfektion Kopfhaut

Die Bedeutung von Bifonazol in der Therapie der Tinea capitis

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb.  1: Indikationsübergreifendens Therapie-Monitoring in den ersten Behandlungszyklen mit Ribociclib beim HR+/HER2- Brustkrebs

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1]

Früher und metastasierter HR+/HER2- Brustkrebs

Einfach und konsistent: indikationsübergreifendes Therapie-Management mit Ribociclib

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novartis Pharma GmbH, Nürnberg
Podcast Dr. Nele Frerksen-Kirschner

© Porträt: Dr. Nele Freerksen-Kirschner, Universitätsklinik Aachen | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Wechseljahresbeschwerden individuell behandeln

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gedeon Richter Pharma GmbH, Köln
Abb. 1: OS von Patientinnen mit Endometriumkarzinom und Mismatch-Reparatur-Profizienz bzw. Mikrosatellitenstabilität

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [3]

Primär fortgeschrittenes/rezidivierendes Endometriumkarzinom

Nachhaltiger Überlebensvorteil durch Immuntherapie plus Carboplatin-Paclitaxel

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

Lesetipps
Ältere Frau versucht, sich mit einem Fan abzukühlen.

© solidcolours/Getty Images/iStock

Tipps

Sommerhitze: Das ist wichtig bei älteren Patienten

Eine Hand hält ein

© Sergey Nivens / stock.adobe.com

Jetzt abonnieren

Unsere Newsletter in der Übersicht