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Hessen

Impfvereinbarung steht in letzter Minute

Die Nervosität im hessischen Gesundheitswesen stieg in den vergangenen Tagen merklich an: Erst kurz vor Jahresschluss einigten sich Kassen und KV auf neue Vereinbarungen zum Impfen.

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NEU-ISENBURG. Die KV Hessen und die Kassen im Land haben sich auf eine neue Impfvereinbarung geeinigt. "Eine Lösung, mit der beide Seiten leben können", hieß es aus Verhandlungskreisen auf Anfrage der "Ärzte Zeitung".

Demnach ist das Szenario, ab dem 1. Januar 2014 für Versicherte der Ersatzkassen einen vertragslosen Zustand zu haben, abgewendet. Die KV Hessen hatte Ende November die Verhandlungen zur Impfvereinbarung für gescheitert erklärt.

Nur der Vertrag mit der AOK, der noch bis Ende 2015 geht, sollte erhalten bleiben. Zur Begründung hieß es, dass die Kassen kein akzeptables Angebot zur Honorierung vorgesehen haben. Die Ersatzkassen pochten darauf, ähnliche Impf-Konditionen wie die AOK zu bekommen.

Darauf habe man sich nun geeinigt, heißt es aus Verhandlungskreisen. Die neue Vereinbarung soll für 2014 und 2015 gelten. Für das Jahr 2016 gilt dann für alle Kassen die gleiche Ausgangssituation bei den Verhandlungen mit der KV.

Achtstündige Verhandlungsrunde

Nach Informationen der "Ärzte Zeitung" wurde zusätzlich ein Fördertopf zur Förderung des Impfens für die kommenden zwei Jahre in Höhe von 2,5 Millionen Euro vereinbart. Unklar ist noch, welche gemeinsamen Aktionen von Kassen und KV daraus bezahlt werden sollen.

Die Einigung kam am Wochenende nach einer achtstündigen Verhandlungsrunde zustande. An dem Mediationsverfahren, auf das auch das hessische Sozialministerium gedrängt haben soll, nahmen nach Informationen der "Ärzte Zeitung" neben Ministeriums-Vertretern die Landesvorsitzenden der hessischen Kassen sowie zeitweise die KV-Vorstände Frank Dastych und Dr. Günter Haas teil.

Ebenso hätten Vertreter der impfenden Fachgruppen mit am Tisch gesessen. Zeitgleich fand im Haus der KV auch eine Vertreterversammlung - wie üblich hinter verschlossenen Türen - statt.

Zwischen der KV und den hessischen Kassen sind ebenso die Honorarverhandlungen für 2013 kurz vor dem Abschluss. Allerdings fehle noch die Unterschrift aus mehreren Gremien, hieß es. (bee)

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